Montag, 30. Mai 2011

Fußballtheologische Neuigkeit

Es gibt keinen Gott. Nicht mal einen Fußballgott. Gäbe es einen, hätte er den Wechsel von Matthias Opdenhövel von Pro7 zur Sportschau niemals zugelassen. Weitere Belege für Seine Nichtexistenz sind: Oliver Welke, Reinhold Beckmann und andere.

Opdenhövel ist allerdings das Schlimmste: Es kann kein berechtigter Zweifel daran bestehen, dass er seine zynische Larmoyanz-Arroganz 1:1 von Schlag den Raab auf die Bundesliga-Berichterstattung übertragen wird. Ob es sich wider besseres Wissen lohnt, für eine vollständige Rekonvaleszenz von Monica Lierhaus zu beten? Ich will es doch schwer hoffen.

Freitag, 27. Mai 2011

Thor

Ich habe mir neulich Thor angesehen.

Nicht in einem dieser modernen Schnickschack-Multiplexmonster, sondern in einem guten alten Stadtteil-Kino. Das Ganze hatte etwas von einer Zeitreise (inklusive verstörenden Leere-Welt-Motiven). Statt einer schnieken Karte aus dem Drucker erhielten wir schmucklose grüne Papierfetzen, die von Hand von einer Rolle abgerissen wurden – ich glaube, ich habe solche Dinger vorher zuletzt in Form von Essensmarken bei einem Schulfestbesuch (ca. 1996 AD) in der Hand gehabt. Feste Plätze gab es keine: Man betrat einfach den Saal und suchte sich einen Sessel aus: Das wiederum stellte kein größeres Problem dar, weil es nur insgesamt 4 (in Worten: vier) Besucher zum Donnergott verschlagen hatte. Pluspunkte: Angenehme Geräuschatmosphäre und ungewohnt viel Beinfreiheit. Sound- und bildtechnisch hätte ich daheim allerdings mehr von diesem Film gehabt, aber ich will nicht meckern.

Zum Streifen selbst: Trotz meiner Fantasy-Affinität waren die Szenen in Asgard im Vergleich zu denen auf Mutter Erde etwas ... zäh. Andererseits hatte das Aufeinanderprallen von absurd überhöhtem Heldenepos und ironischen komödiantischen Elementen durchaus seinen Reiz. Was natürlich nicht geht, ist, dass die Asen in der deutschen Synchro unter sich ziemlich gestelzte Satzungetüme aufeinander loslassen, der Destroyer aber Destroyer heißt. Das ist dann so, als wenn man eine holde Maid um ein Date bittet oder ein edler Recke sein Sword schwingt. Merkwürdig ... aber schon klar, Englisch ist halt sowieso cooler, und Zerstörer oder Vernichter oder Verheerer oder was auch immer kann dagegen anscheinend nicht anstinken. Bei den Tricks hatte ich ab und zu das Problem, das mir manche qualitativ zu stark gegenüber dem Rest abfielen, was bei einem Film, den man sich nicht zuletzt wegen der Tricks anschaut, ein bisschen schade ist. Wahrscheinlich ging das Geld aus oder das Ding musste halt irgendwie fertig werden.

Nerdige Kritik: Volstagg war nicht fett genug. Im Grunde war er gar nicht fett. Stattlich vielleicht, aber nicht fett. Obwohl: In einer Zeit, in der sämtliche Erwachsene, die mehr als 50 kg offenbar als grotesk entstellt wahrgenommen werden, war Volstagg natürlich schon fett. Leider wirkte das angedeutete Frustfressen ob mangelnder Beleibtheit des Frustfressers dennoch eher befremdlich.

Trotz allem: Kann man mal gesehen haben, und dafür, dass Thor von der Grundanlage prinzipiell stellenweise hochgradig albern ist, geht der Film vollkommen in Ordnung.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Unser neuer Wirtschaftsminister

Dieses Foto, das wohlweislich Herrn Rösler als Robin Hood verkleidet bei seinem Abistreich zeigt, lässt seit Längerem üble Ahnungen in mir hochkommen: Die Klamottage sieht mir verdammt nach Live-Rollenspiel-Affinität aus.

Das würde einiges erklären: Röslers Hang, nahtlos von einer in die nächste Rolle zu schlüpfen – eben noch Bundeswehrarzt (wo er sich ja auch schon verkleiden durfte), dann auch schon Gesundheitsminister, einen minimalen Garderobenwechsel später Minister für Wirtschaft und zusätzlich auch noch Parteichef. Rollen, in denen ich mir Fips außerdem ausgezeichnet vorstellen kann, sind Lord Voldemort, Darth Vader oder Xena (wahlweise natürlich die Rollen, die derzeit eine gewisse Angela M. aus der Uckermark besetzt hält: Fußballanhängerin, Klimaschützerin, Atomfeindin und selbstverständlich Kanzlerin).

Montag, 23. Mai 2011

TFG

Unlängst erreichte mich die Botschaft, dass der SV Werder Bremen Ex-Nationalspieler Torsten Frings ausgemustert hat.

Frings sucht jetzt einen neuen Verein, und wie das mit alternden Fußballern häufig so ist, droht nun diese „Ich hänge noch ein paar Jahre im Ausland dran“-Nummer. Falls es so weit kommen sollte, werde ich Frings vermissen. In privaten Kommentaren zur ein oder anderen Partie wird er aber weiterhin eine gewichtige Rolle spielen. Mir fällt nämlich auf, dass ich bereits seit einiger Zeit den Begriff „Torsten-Frings-Gedächtnisschuss“ verwende, obwohl Frings weder verschieden noch im Ruhestand ist. Ein TFG ist die Variante, bei der der Spieler aus aussichtsloser Lage und mindestens dreißig Metern Entfernung mal auf den Kasten hält und die Kugel im 10. Stock (Weltraumforschung) landet.

Mach’s gut, Torsten.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Q4 - Das Phantastische Quartett

Man kann mich jetzt auch in Farbe und in Begleitung einiger wunderbarer Kollegen im Internet bestaunen. Nachfolgend die Ankündigung dazu:

Eigentlich ist LARP TV ja eher als Internet-TV für Live-Rollenspieler und als Berichterstatter von Conventions bekannt. Im letzten Jahr wurde dann aber die Idee zu "Q4 - Das phantastische Quartett" geboren.

In fröhlicher Runde diskutieren dort 3 Fantasy-Autoren mit der Moderatorin Anett Enzmann über phantastische Themen und die Arbeit als Autor.

In Folge 1 diskutieren Gesa Schwartz, Tom Finn und Thomas Plischke mit Anett über das Thema "Was ist eigentlich Phantastik?"

In Folge 2 diskutieren Ann-Kathrin Karschnick, Tom Finn und Thomas Plischke mit Anett über das Thema "Wie entsteht eine Geschichte?"

Als nächste Themen stehen Weltenbau und Figurenentwicklung an (gehen wohl in den nächsten Wochen online). Als Goodies stellen die Autoren noch in der Rubrik "Q4 empfiehlt" eines ihrer Lieblingsbücher vor.

Also schaut mal rein und vielleicht kann man ja noch etwas lernen oder sich einfach nur inspirieren lassen ...

P.S. Ich lebe übrigens noch, stecke aber bis über beide Ohren in einem streng geheimen Sachbuch-Projekt!