Montag, 31. Januar 2011

Kleiner Jahresrückblick

Etwas verspätet vielleicht, aber ich möchte meiner treuen Leserschaft nicht länger vorenthalten, was von 2010 so bei mir hängengeblieben ist.

Das Buch, das mich 2010 am meisten berührt hat, war Room von Emma Donoghue. Nein, hier war nicht der Artikelfresser am Werk und hat das The verspeist, und ja, das ist doch tatsächlich kein phantastischer Roman. Warum also trotzdem diese Wahl? Das Buch ist rührend, witzig und beweist außerdem, dass eine Geschichte manchmal eine besondere Perspektive braucht – in diesem Fall die eines recht altklugen Fünfjährigen –, um dem Abdriften in klischeehafte Darstellungen extrem unerfreulicher Ereignisse vorzubeugen.

Der Film, der mich 2010 am meisten fasziniert hat: Das dürfte Kick-Ass gewesen sein. Eine Comic-Umsetzung ganz nach meinem Geschmack.

Und was ist mit Fernsehen? Da gilt wie letztes Jahr: Misfits ist herausragend, und wer das Weihnachtsspecial noch nicht gesehen hat, sollte das schleunigst nachholen (Vorsicht: Das ist aber definitiv nichts für Leute, die weder Geburtsszenen mögen noch religiöse Gefühle verletzt sehen möchten).

Lieblingspolitiker(in) des Jahres: Diese Dame hier (weil sie stellvertretend für alles steht, was den Leuten Politik derzeit so vermiest, und weil man nicht immer nur auf unserem Vizekanzler herumhacken muss, um zu zeigen, wie schlecht es momentan um die Liberalen bestellt ist).

Lieblingsaufreger: Dass nach wie vor so viele Menschen hierzulande nicht nur mehr oder minder verkappte Rassisten sind, sondern zudem auch noch Angst vor dem Internet haben. Sehr schade eigentlich.

Und zum Schluss: Wer ein klitzekleines bisschen mehr machen möchte, als sich ständig nur aufzuregen – wie ich das auch nur ach zu gern tue –, der könnte probehalber einmal hier vorbeischauen.

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