Donnerstag, 11. Februar 2010

Minibemerkung zum Thema Kunst und Wirklichkeit

Helene Hegemann ist offenbar nicht die Einzige, die der Frage nach Echtheit und Originalität mit einer nonchalanten – böse Zungen behaupten gar unverschämten – Gelassenheit begegnet. Monica Ivancan, die Ex von Oliver Pocher und derzeit in ganz geschmackvollen und keinesfalls billigen Aufnahmen im Playboy zu bestaunen, nimmt auf ihr Schaffen am eigenen Körper bezogen eine erstaunlich ähnliche Position ein. Wie sonst ließe sich die BILD-Schlagzeile „Monica Ivancan: Meine Brüste sind falsch, ... na und?“ erklären?

Zugegeben, der Unterschied zwischen Starlet und Fräuleinwunder besteht wohl darin, dass Frau Ivancan sich nicht ungefragt irgendwelche fremden Dutteln geliehen hat, um sie sich selbst anzupappen, doch das sind letztlich nur Marginalien ... Andererseits ist einer der strittigen Begriffe, den Frau Hegemann aus einer ihrer Inspirationsquellen übernommen und in ihre literarische Collage integriert hat, ausgerechnet: Vaselintitten. Ein Hoch auf den Weltgeist, die Postmoderne und die Herrschaft des Simulakrums!

(Etwas umfangreichere Stellungnahmen zu dem ganzen Spaßevent um Axolotl Roadkill findet man hier, hier und hier, aber auch hier).

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