Montag, 16. November 2009

Schamlose Eigenwerbung: „Kalte Krieger“ ist da!


Nachdem bereits am Samstag unsere Belegexemplare eingetrudelt sind, habe ich soeben festgestellt, dass diverse Internet-Buchhändler unseren Superheldenthriller „Kalte Krieger“ offenbar seit heute tatsächlich ausliefern. Wer also im Netz zuschlagen möchte – beispielsweise weil er fernab der nächsten physischen Buchladens beheimatet ist oder weil er prinzipiell schon länger nicht mehr unter Menschen geht –, kann dies ab sofort tun.

Worum ging es überhaupt noch mal?

Im einen Handlungsstrang, der 2008 spielt, tritt die Psychologiestudentin Amy ihr Therapiepraktikum bei ihrem neuen Arbeitgeber Michael an, der eine winzige Praxis in Portland betreibt (er selbst würde sie vermutlich als klein, aber fein bezeichnen, was nur dann den tatsächlichen Verhältnissen entspräche, falls man unter ‚fein‘ ein wenig abgewarzt versteht). Michael entpuppt sich als Schnackbolzen mit ungewöhnlichen Behandlungsmethoden, doch zum Glück ist Amy alles andere als auf den Mund gefallen (in meinem Heimatdialekt würde man sagen, „die hott e Gosch wie e Schwerd“ – also einen Mund wie ein Schwert, was üblicherweise nicht als Kompliment gilt). Ihren Schwertmund oder ihr Mundschwert – je nachdem, wie man das sehen will – wird Amy auch dringend brauchen, denn kaum in Portland angekommen, schleift sie Michael an den Fundort einer Leiche: Eine junge Frau ist erfroren im Wald entdeckt worden. Das wäre an sich vielleicht beklagenswert, aber noch nichts Spektakuläres, doch in Portland ist es gerade Sommer. Die Erfrorene ist weder das einzige Mysterium, mit dem sich Amy und Michael herumplagen müssen, noch bleibt sie die einzige Tote. Es stellt sich rasch die Frage, welche Verbindung zwischen dieser Mordserie und dem Verschwinden einer Patientin Michaels besteht, die als Künstlerin mit Tierkadavern arbeitet...

Im zweiten Handlungsstrang, der zehn Jahre zuvor angesiedelt ist, lernt der geneigte Leser denn auch besagte Patientin als Teenager kennen. Nina wurde von ihren Eltern in ein Sommercamp am Arsch der Heide verbannt, weil ihre Alten ihre zerrüttete Ehe ohne störende Einwirkungen des Sprößlings abwickeln wollen (zumindest vermutet Nina dies als wahren Grund für ihr Abgeschobenwerden). Camp Wagosh erweist sich denn für unsere sensible, zukünftige Künstlerin auch als Hort des Grauens – inklusive zwangskumpeligen Betreuern, nervtötenden Freizeitaktivitäten wie Kanufahren und Feuermachkursen sowie überwiegend oberflächlichen Mitgefangenen. Gut, dass Nina gleich bei der Anreise Anschluss findet – auch wenn sie von den anderen Lagergästen umgehend in die Rubrik „Menschen, Tiere, Sensationen“ gestopft wird, weil sie sich mit der goth-punkigen Möchtegernrebellin Jewel anfreundet. Weniger gut ist, dass die Betreiber des Camps mit einigen ihrer Angebote weitaus Düstereres im Schilde führen, als die Formulierung „das volle Potenzial ihrer Schützlinge ausschöpfen“ zunächst vielleicht vermuten lassen würde...

So, genug verraten. Oder halt, einen Nachschlag gibt es noch. Womit darf der Leser rechnen? Nun, unter anderem mit sexy Telepathen, Fernwahrnehmungsexperimenten, einer Duschszene im Camp, intensiven Schweißausbrüchen (bei einer der Protagonistinnen, versteht sich – für etwaige Eigenreaktionen übernehme ich keine Garantie), Wespenangriffen, einem brennenden Motel, der großzügigen Manipulation von Erinnerungen (bei einer der Protagonistinnen – siehe oben), unsichtbaren Messerstecherinnen und dergleichen mehr.

Kommentare:

lapismont hat gesagt…

Hallo Thomas,

"Kalte Krieger" haben heute das Zeitliche gesegnet - kurz: ein beunruhigendes Buch.
Das Schlechte: Ihr solltet unbedingt die Endkontrolle verbessern. Zwischenzeitlich dachte ich kurz, Amy sei Nina - dreimal sind die die Namen falsch.
o_O

Ansonsten bin ich des Lobes fast voll.
:)

Eins noch, habs in meiner Rezi schon geschrieben, für mich endet der Superheldenplot bevor er beginnt, aber die beiden Frauen-Fäden haben sehr viel Spaß gemacht. Es klang alles sehr authentisch, aber exakt mag das eine Frau beurteilen.

-> Link zu meiner Rezi im Fantasyguide:
http://www.fantasyguide.de/9702.0.html

cu
Ralf

Ole hat gesagt…

Hola Ralf,

danke für die sehr fixe (und erfreuliche) Rezi!
Kannst Du den Link nochmal per E-Mail an mich und Frau Romeiser von Piper schicken? Dann wandert das auch direkt in die Presse-Mappen ^^
Wenn Du die Namensverwechslungsstellen parat hast, dann wären wir auch nicht unglücklich, dann kann man das gleich ins Korrekturexemplar eintragen.

Beste Grüße, Ole