Freitag, 13. November 2009

„Lilie“ heißt jetzt „Die Zombies“

Aber Persil bleibt Persil. Im Ernst: Mit großer Freude verkünde ich hiermit, dass mein Projekt „Lilie“, um das ich hier in der Vergangenheit schon so viel Bohei gemacht habe, höchstoffiziell bei Erscheinen den Titel „Die Zombies“ tragen wird.

„Lilie“ wurde als Arbeitstitel gewählt, weil eine der Hauptprotagonistinnen auf den Namen Lily hört (und natürlich weil die genannte Blume symbolisch mit Tod und Trauer verknüpft ist). Gestorben wird in „Die Zombies“ dementsprechend reichlich, auch wenn ich mich (respektive wir uns – der Moops darf auf keinen Fall vergessen werden) dagegen entschieden haben, noch eine Zombiekalypse mehr zu entfesseln. Was? Kein Weltuntergang? Aber worum geht es denn dann?

Darum: Die Anthropologin Lily Young arbeitet an ihrer Doktorarbeit zum Thema Legenden über wandelnde Tote aus aller Welt. Das wäre völlig ungefährlich, wenn in diesen Legenden nicht ein Körnchen Wahrheit schlummerte. Und die Schatten, in denen Lily bei ihren Recherchen herumstochert, erweisen sich als ausgesprochen hungrig, und nach einem verhängnisvollen Biss muss sie miterleben, wie sich eine grausige Veränderung in ihr vollzieht – inklusive einem unverhofften Appetit auf größeres und kleineres Getier jedweder Art, wobei so mancher Leckerbissen leider auf zwei Beinen geht. Wie gut, dass sich gleich zwei Männer um Lily sorgen: zum einen der charismatische, stinkreiche Victor Cunningham, der ihr die ganze Chose allerdings überhaupt erst eingebrockt hat, zum anderen ihr etwas unbeholfener Freund und Gelegenheitslover Gottlieb Berger, der jedoch nicht immer ganz ehrlich zu ihr gewesen ist, was seine wahren Absichten anbelangt.

Die Zombies“ wartet überhaupt mit allerlei Erfreulichem auf: Mumien, Windigos, abgelegenen Dörfern im schottischen Hinterland, Testamentseröffnungen, angeblichen Wildgehegen im Taunus, einem Ausflug in ein skurriles Labyrinth, kannibalistischen Riten, quasi-nekromantischen Apparaturen, frisch gepresstem Leichensaft, und ja, ganz, ganz am Ende auch mit Horden fresswütiger Untoter, die über alles herfallen, was sich bewegt...

Ich wünsche schon mal jetzt „Guten Hunger!“.

(Moops-P.S. Wie passend, dass diese Ankündigung an einem Freitag den 13. online gehen wird...)

Kommentare:

Jesco hat gesagt…

Das klingt ja, als wenn ihr extrem fleissig sein würdet.
Ich warte gespannt auf die Ergebnisse. Dabei hoffe ich darauf, dass das Ergebnis nicht ganz so verstörend sein wird, wie die Marvel Zombies.
Aber ich vertraue mal, dass es schaffbar ist, mehr Spannung und spannende Beklemmung durch Storytelling, als durch Splatter und Schock zu kreieren.

Maria hat gesagt…

Kann der Titel Zufall sein oder reiht ihr euch damit bewusst in die "Kreaturen-Serie" (Zwerge, Orks etc.) ein?
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf das Buch, auch wenn ich Zombies bisher eher weniger sympatisch finde. Aber das kann sich ja ändern... ;-)

Thomas Plischke hat gesagt…

@Jesco

Danke für die Schützenhilfe, genau das war die Idee - Grauen, nicht nur plumpe Schockeffekte.

@Maria

Der Titel ist durchaus bewusst gewählt, aber vor allem auch deshalb, weil es uns darum ging, möglichst viele verschiedene Darstellungen des Zombies im Buch zu vereinen.

Es kann natürlich nicht schaden, mit der "Kreaturen-Reihe" assoziiert zu werden ;-)

Herzliche Grüße, Thomas

Andrea hat gesagt…

Kriegt ihr das auch ein kreaturenreihentypisches Coverbild?

Ole hat gesagt…

@Andrea

Ne, kriegen wir nicht. Die Erstellung des Covers war ein ganz schönes Hin und Her, daher wird es dazu wohl auch einen extra Artikel auf Piper-Fantasy geben, in dem man dann alle Entwürfe mal zu sehen kriegt.

Beste Grüße, Ole