Dienstag, 6. Oktober 2009

Er hat es wieder getan!

Langsam wird es ein wenig unheimlich. Mein Googleganger hat erneut zugeschlagen. Wir erinnern uns: Er arbeitete schon an der gleichen Uni wie ich, beschäftigte sich mit Zombies und ich erhielt eine eigentlich an ihn gerichtete Anfrage bezüglich der Teilnahme an einem Tanzprojekt in Brasilien. So weit, so gut und doch beunruhigend. Inzwischen hat er gemeinsam mit zwei Mitstreiterinnen ein Buch veröffentlicht, das auf den schönen Namen Monstrum hört. Das kann kein Zufall mehr sein. Das dachten sich wohl auch die Menschen, die bei bol neue Produkte ins Angebot einpflegen, denn wie anders sollte ich mir erklären, dass eine Zeitlang meine Kurzbio unter dem Werk des anderen Plischke prangte? Ich meine, passt ja auch ausgezeichnet. Erst so einen Fantasy-Quatsch veröffentlichen, dann einen Superhelden-Thriller nachschieben und jetzt mal auf die Schnelle noch einen non-word-based song.

Ich sollte mir vornehmen, mich in nächster Zeit etwas intensiver mit Namensmagie zu beschäftigen. Womöglich finde ich auf diesem Feld eine überzeugende Erklärung, weshalb mein Googlegänger und ich offenbar gewisse Interessen teilen. Falls nicht, habe ich trotzdem Recherche betrieben, die sich sicherlich in einem zukünftigen Projekt unterbringen lässt.

Eine andere Strategie bestünde natürlich darin, den Tänzer in mir aus der Reserve zu locken, um es dem anderen Thomas Plischke gleichsam mit barer Münze heimzuzahlen. Dazu muss ich nur noch eine ausreichende Zahl an Statisten finden, die bereit wären, meine Aufführung des "Tanzes der Einheit und der Verbrüderung" aus Die Zwerge von Amboss zu unterstützen. Die Choreo steht bekanntlich; einzig ein würdiger Veranstaltungsort wäre noch aufzuspüren. Im Idealfall eine große, von wuchtigen Säulen getragene Halle, in deren Boden diverse Edelsteine in größerer Zahl in den Boden eingelassen sind. Ich stelle großzügig die gebratenen Wachteln für das Büffet und verspreche des Weiteren in Brecht’scher Manier schreiend den einen oder anderen Stuhl in Stücke zu schlagen, sobald ich Zweifel an der Motivation und Konzentration der Mittänzer hege. Die Ausarbeitung der musikalischen Begleitung hingegen überlasse ich liebend gern talentierteren Musikern (nur mit Blockflöte – das einzige Instrument, dem ich dank einer herausragenden Bildungspolitik in der Pfalz geordnete Töne abringen kann – klingt das Ganze wahrscheinlich eine Winzigkeit zu dünn).

1 Kommentar:

tomorgel hat gesagt…

Also wenn du mit den Nachforschungen zur Namensmagie mal ein wenig weiter bist, dann sag Bescheid.
Mein Name ist ja nun auch nicht gerade selten - insofern frage ich mich auch schon seit einer Weile, warum es einen zweiten Tom Orgel geben muss, der wie ich gelegentlich journalistisch tptig ist, dessen Frau heißt, wie meine Mutter und dessen Tochter heißt, wie meine Frau. Und mit dem ich, obwohl es weniger als 200 Leute meines Nachnamens in Deutschland gibt, nicht mal um 5 Ecken verwandt bin.
Ich finde so etwas ziemlich schräg.