Montag, 21. September 2009

Reisebericht (Teil 4): Asiatische Reiseberichte und Wirbelwinde aus dem Taunus

Zunächst ein kleiner Nachtrag zu unserem Speyer-Aufenthalt. Dort haben wir mit einem alten Freund gefrühstückt, der sich brennend für die chinesische Kultur interessiert, erst vor kurzem aus dem fernen Taiwan zurückgekehrt ist und noch dazu zu den größten Versandhändlern für ein gewisses sammelbares Kartenspiel zählt. Von ihm habe ich einige faszinierende Dinge erfahren:

1. In Taiwan sind die Toiletten angeblich so sauber, dass man aus der Kloschüssel essen könnte. Praktisch: Da spart man sich doch glatt den lästigen Abwasch.
2. Asiatische Kondome können den auf Verhütung und AIDS-Prävention geeichten Liebhaber aus dem Westen offenbar tatsächlich vor gewisse Ankleideprobleme stellen.
3. Im chinesischen Fernsehen ist alles untertitelt, was bedeutet, dass man im Grunde immer nur die Hälfte einer Sendung sieht, weil die andere mit Schriftzeichen zugestellt ist (was sicher nicht immer als Verlust wahrzunehmen ist).

Doch genug von fernöstlicher Exotik und hinein in eine andere, fremde Welt: den Taunus. Wir haben einen Abstecher dorthin gemacht, und wie bereits bei früheren Besuchen weckte die Abgeschiedenheit einiger Dörfer umgehend den Horrorfreund in mir (und nicht umsonst spielt zumindest eine Szene aus „Lilie“ auch im Taunus).

Apropos Horror: Wir hatten die Gelegenheit, das John-Sinclair-Rollenspiel anzutesten, und ich muss sagen, dass wir eine Menge Spaß hatten. Der trashige Charme des Settings kombiniert mit einem sehr leicht verständlichen System sorgte für ausgezeichnete Unterhaltung, und ganz, als hätte unser freundlicher Spielleiter geahnt, was in „Lilie“ außer Ausflüge in den Taunus in „Lilie“ noch so passiert, durften wir uns mit ein paar Monstren herumschlagen, auf deren Speiseplan Menschenfleisch ganz oben steht.
Der im Titel dieses Eintrags erwähnte Wirbelwind, zählt zarte zwei Jahre und hört auf den zauberhaften Namen Merle. Merle beeindruckte mich durch ihre ungebremste Energie, ihren kaum zu stoppenden Redefluss und vor allem durch ihre interessanten Forderungen an uns (wie etwa die, die Küche doch eben schnell auf den Balkon zu räumen). Kinder leben in einer durch und durch magischen Welt, worum ich sie ehrlich gesagt ein bisschen beneide. Ich werde meinen Mitbewohnern vorschlagen, ob wir nicht auch über innerhalb der Wohnung komplett bewegliche Einzelzimmer nachdenken sollten. Dann könnte man beim Duschen fernsehen, beim Kochen schlafen usw. usf.

Moops-P.S. Weiter geht es am Mittwoch!

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