Freitag, 24. Juli 2009

Die Lilie sprießt

Noch einige, wenige Seiten, und es ist geschafft: Mein Roman mit dem Arbeitstitel „Lilie“ harrt unmittelbar seiner Vollendung. Ich hatte großen Spaß beim Schreiben und muss wieder mal darauf vertrauen, dass er beim Lesen ebenfalls zu unterhalten wissen wird.

Gedüngt habe ich das Pflänzchen mit viel frischem und fauligem Fleisch, einem teuer eingekauften Stäbchen Morbidität und einer Prise Romantik. Mal sehen, wie es gedeiht...
Nach Aussage einer nicht näher genannten Person, die vorab bereits einen Blick darauf geworfen hat, handelt es sich nicht um Frühstückslektüre (zur allgemeinen Beruhigung: diese Äußerung bezieht sich auf die unappetitlicheren Szenen, die hier und da eingestreut wurden, nicht auf einen verstiegenen Anspruch meinerseits, den nächsten Meilenstein mitteleuropäischen Literaturschaffens in die Welt setzen zu wollen). Es wird viel gestorben und geliebt, und zu meiner eigenen Beunruhigung stelle ich fest, dass auch in diesem Roman erneut das eine oder andere Kleintier sein Leben lassen muss. Hundefreunde werden mich voraussichtlich ganz besonders dafür hassen.

Was ich an dieser Stelle verraten kann, ohne mir die Krone des Spoilerkönigs zu verdienen, sind derzeit die folgenden Punkte:
- Es gibt drei Hauptfiguren, aus deren Perspektive die Handlung geschildert wird: eine junge, kluge Frau (die sich den meisten Platz erobert hat, weil ich ihr wohl am übelsten mitspiele), ein nicht ganz so kluger Junge (dessen naives Weltbild schwer erschüttert wird) und einen jungen, hoffnungslos verknallten Mann (der gute Gründe hat, seiner Angebeteten eine Handvoll wichtiger Details über sich zu verheimlichen).
- Zusätzlich zu gewöhnlichen Erzählkapiteln gibt es ein halbes Dutzend Transkripte von Interviews aus einer Doktorarbeit, zwei Fallstudien, zwei etwas längere Briefe sowie einen Zeitungsartikel.
- Die Schauplätze sind Oxford, London, Frankfurt am Main und ein schottisches Dorf namens Manger.
- Als alternativer Arbeitstitel hätte sich „Fressen und Gefressenwerden“ ausgezeichnet geeignet.

Nun muss ich zurück ans Finale, denn die Schrottpresse ruft bereits...

Moops-P.S. Parallel wird übrigens schon hart am Cover getüftelt und die ersten Entwürfe machen richtig Hunger auf mehr... Diesmal ist übrigens auch wieder Henrik Bolle mit dabei.

Keine Kommentare: