Mittwoch, 24. Dezember 2008

Anti-X-Mas

Aus ideologischen Gründen gibt es dieses Jahr keine Weihnachtswünsche.

Aber wir wünschen trotzdem allen Lesern eine schöne "Jahresendzeit" sowie etwas Erholung und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir melden uns aber trotzdem frech noch vor dem Ende des Jahres mit neuesten Neuigkeiten und so.

Montag, 22. Dezember 2008

Der lange Marsch...

Moops-Update:

Langsam scheint sich die Kunde von unseren politischen Zwergen zu verbreiten. Jetzt haben wir es sogar im schönen Österreich in die Zeitung geschafft (zumindest in die Online-Ausgabe, denn ein Printexemplar haben wir nicht auftreiben können).

Im Rahmen der "Rundschau" des Standard haben auch Die Zwerge von Amboss Erwähnung gefunden. Wir sind hoch erfreut und entsenden die besten Grüße in die Alpen!

Und wenn Frau bzw. Herr Josefson Lust zu einem Interview hat, dann sind wir natürlich gerne dabei ;-)

Moops Over and Out

Warhammer und wir

Moops-Update:

Beim Streifzug durchs Netz bin ich über diesen Blog-Eintrag gestolpert.

Uns als Rollenspieler hat das sehr amüsiert, denn die Warhammer-Welt bietet in der Tat viele spannende Geschichten und erscheint ja noch dazu auch beim Piper Verlag. Übrigens ist dieser Vergleich Warhammer <-> Zerrissene Reiche nicht ganz neu: Markus Heitz hatte eine ganz ähnliche Assoziation, als er das Cover von Die Zwerge von Amboss auf dem NordCon 2008 das erste Mal sah.

P.S. Bevor jemand fragt: Ja, ich habe sogar ein paar der Gortrek und Felix-Geschichten gelesen, aber das ist auch wieder knapp 10 Jahre her...

Moops Over and Out

Samstag, 20. Dezember 2008

Was würdest du tun, wenn du Gedanken lesen könntest?

In dem Thriller, an dem ich derzeit sitze und den ich im Lauf der nächsten Wochen zusammen mit Ole und freundlichen Lektoren in seine endgültige Form schlage, lauten die Antwortmöglichkeiten auf diese Frage:
a) Ich würde versuchen, irgendwo unterzutauchen, um nicht von den Agenten eines geheimen Regierungsprogramms rekrutiert zu werden.
b) Ich würde unter Umständen einfach den Verstand verlieren.
c) Ich würde eventuell beide der obengenannten Optionen wahrnehmen.

Nüchtern betrachtet quillt gerade ein Superheldenroman aus mir heraus, der auf Capes (deren Nachteile im praktischen Einsatz mittlerweile hinlänglich bekannt sein dürften) und Spinnenbisse (aber dennoch nicht ganz auf Krabbelviecher) verzichtet. Im Austausch dafür gibt es reichlich (Psycho-)Thrillerelemente, ein Sommercamp und eine tiefgefrorene Frauenleiche.
Selbige stellt einen Psychotherapeuten, der nebenbei ein wenig Opferbetreuung für die Polizei betreibt, sowie dessen neue Praktikantin, der ihr Chef reichlich ungewöhnlich vorkommt, vor ein gewisses Rätsel. Portland mag die höchste Kriminalitätsrate aller Städte im US-Bundesstaat Maine aufweisen, doch Mordfälle sind trotzdem eher selten – und solche, bei denen sich weder das Motiv noch der genaue Tathergang noch die Identität des Opfers eher rasch ermitteln, sind noch seltener.
Wie gut, dass es einen zweiten Handlungsstrang gibt, der ein Mädchen bei seiner Reise in die Hölle (also das erwähnte Sommercamp) begleitet, wo rund zehn Jahre vor dem Mord beileibe nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen scheint.

Weshalb schreibe ich dieses Buch?
1. Weil ich Superhelden schon immer mochte.
2. Weil ich der festen Überzeugung bin, dass sich mit Menschen mit besonderen Begabungen wie etwa der Befähigung, die Erinnerungen anderer Personen zu manipulieren oder das eigene Bewusstsein aus dem Körper herauszulösen, sehr spannende Geschichten erzählen lassen.
3. Weil ich endlich meine Kindheitserfahrungen im Zuge einer mehrwöchigen Stadtranderholung literarisch verarbeiten kann.

Worauf ich dabei keinen Wert lege:
1. Durch allzu verschwurbelte Verschwörungstheorien den Anschein zu erwecken, die Ereignisse in diesem Buch seien mehr als pure Fiktion (ein paar nette Anekdötchen zum Thema "Psychotronikforschung" aus jener Welt zu verbreiten, die gemeinhin unsere Wirklichkeit genannt wird, gestatte ich mir dennoch).
2. Ein Herumhüpfen in unzähligen Erzählperspektiven (deren zwei müssen genügen, um meinen Plot zu tragen).
3. Verwirrende Handlungsstränge einzubauen, in denen ein niedlicher Japaner durch die Zeit reisen muss, um die Welt zu retten (Einzelschicksale liegen mir nun einmal näher am Herzen).

So, und nun muss ich zurück zu einer Schlüsselszene, im Zuge derer der geneigte Leser einen kurzen Einblick in die Weltsicht eines der Antagonisten erhalten wird…

Moops-P.S. Am Rande sei erwähnt, dass dieses Projekt schon ein ganzes Weilchen in uns gereift ist (sprich schon vor dem Erscheinen gewisser Serien) und unter anderem Google Earth des öfteren bemüht.

Freitag, 19. Dezember 2008

Im Banne der VG-Wort

Moops-Update:

Nachdem ich mich gerade durch die Online-Meldung des METIS-Systems der VG Wort gequält habe, wollte ich kurz mal alle Interessierten daran erinnern, dass es durchaus Sinn macht dort Mitglied zu werden und eigene Texte zu melden - seit neuestem gilt dies auch für Texte im Internet!

Man braucht zwar einen Moment sich die ganzen Regeln und Bestimmungen durchzulesen und sie zu durchdringen, aber das Endergebnis ist ein durchaus erstrebenswertes, denn man bekommt zusätzliches Geld für bereits Veröffentlichtes.

Wie ich nun auch weiß, kann jeder Beteiligter eines Interviews dieses auch melden, da Interviews immer mindestens zwei Urheber haben. Also an die Meldung denken, denn das Geld ist weder Geschenk noch Almosen sondern gehört den Urhebern!

Einsendeschluß für die Nachmeldung von Internet-Artikeln ist der 31.12.08 - soviel Zeit ist also nicht mehr.

Moops Over and Out

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Skandal im Sperrbezirk... äh... im Internet

Moops-Update:

Die Wahl zum "Fantasybuch 2008" ist gestern abend gecanceled worden. Die Betreiber haben ausführlich Stellung dazu bezogen und ich muss gestehen, dass es unter diesen Umständen durchaus Sinne macht die ganze Sache erstmal wieder zu stoppen. Hauptsächlich tut es uns an dieser Stelle natürlich für die Betreiber und die ehrlichen Fans leid :-(

Nichtsdestotrotz ein dickes Danke an alle, die (ehrlich!) für uns gestimmt haben, und an Oliver vom Fantasyguide, der uns überhaupt erstmal als "Fantasybuch 2008" nominiert hat!

Als Abschluß noch der Aufruf an den Fantasyguide: Macht doch tatsächlich mal eine fälschungssicheren Wettbewerb! Vielleicht mit verschiedenen Kategorien (national, international, Einzelroman, Serie, Autor) wie beim Deutschen Phantastik-Preis, denn mal ganz ehrlich, warum soll es nicht zwei solche Wettbewerbe in Deutschland geben? Interesse scheint ja da zu sein...

P.S. Ich fand es übrigens auch okay, dass gewisse Drachen von gewissen Seiten das ganze System ad absurdum geführt haben, als klar wurde, dass einige Fans nicht vor betrügerischen Mitteln zurückschrecken. Lieber kein Preis als ein erschummelter! Leider sehen das aber anscheinend nicht alle so.

P.P.S. Damit möchte ich den DPP in keinsterweise schmälern oder schmähen, nur finde ich, dass es halt schöner wäre, wenn es mehr Fantasy-/Phantastikpreise gäbe, denn in diesem Genre erscheint schon verdammt viel im Moment.

Moops Over and Out

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Lesung am 18.12. Hamburg: Phantastische Weihnachten

Moops-Update:

Der Grinch bin ich zwar nicht (dazu ist mein Fell nicht grün genug), aber die folgende Ankündigung habe ich trotzdem von Tom Finn geklaut:

Die folgende Weihnachts-Veranstaltung am Donnerstag, den 18.12., in der Villa Verde (Hamburg) möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten:

»Die drei Autoren Thomas Finn, Thomas Plischke und Karl-Heinz Witzko lesen ihre phantastischen Kurzgeschichten rund um das Thema „Weihnacht“ aus den beiden Piper-Verlags-Anthologien „Fest der Vampire“ und „Fest der Zwerge“. Spannend, bizarr, lustig und auch mal richtig gruselig, das sind sie: Die etwas anderen Weihnachtsgeschichten.«

Ort & Zeit:
Villa Verde
19.30 Uhr
Eimsbütteler Chaussee 37
20259 Hamburg

Mehr zu alledem hier:
http://www.villa-ver.de/events.php#seminar_58

Moops Over and Out

Moops-P.S. Übrigens gewinnt Libba Bray bei der Wahl zum "Fantasybuch 2008" gerade erdrutschartig Stimmen - wohl auch weil sie einfach ihre amerikanischen Fans aktiviert hat. Trotzdem vielen Dank an alle, die Ihre Stimme für uns abgegeben haben, ohne Frau Bray wären wir aktuell nämlich auf Platz 1 *freu*

Moops-P.P.S. Die Kobolden vom DnD-Gate, der Nummer 1 wenn es um Dungeons und Dragons -Foren in Deutschland geht, haben nun auch eine schöne Rezi online gestellt.

Montag, 15. Dezember 2008

Preisausschreiben und Nominierungen

Moops-Update:

Vor kurzem konnte ich ja vom Interview umd der Rezension von "Die Zwerge von Amboss" im Fantasyguide berichten. Nun haben die Macher der Seite zusammen mit Piper und dem X-Zine ein Gewinnspiel ausgetüftelt (an dieser Stelle vielen Dank noch einmal an Beteiligten).
Wer das Buch also noch nicht hat oder ein weiteres Exemplar zum Verschenken gebrauchen kann, der macht am besten direkt dort mit.

Etwas überraschend sind wir dann auch noch vom Fantasyguide für den Titel

"Fantasybuch 2008"

nominiert worden! Damit hatten wir nicht gerechnet - insbesondere wenn man sich anschaut mit wem man da alles konkurriert.

Über den Hintergrund des Preises gibt es natürlich auch etwas, hier auch der Link direkt zur Abstimmung.

Allein die Nominierung ist uns eine Ehre, aber über etwaige Stimmen beschweren wir uns sicher nicht.

Moops Over and Out

Freitag, 12. Dezember 2008

Ein paar Spoilerchen zu "Die Ordenskrieger von Goldberg"

Da ein Blog nicht nur schonungslosem Exhibitionismus, sondern gelegentlich auch als nützliche Informationsquelle dienen sollte, erlaube ich mir, einige Worte zu den Ordenskriegern von Goldberg zu verlieren.
Was erwartet den geneigten Leser? Nun, zunächst und nur bedingt überraschend ein Wiedersehen mit alten Bekannten (Garep, Sira, Siris, Himek und Karu sind allesamt wieder mit von der Partie, ebenso wie Ulaha … Moment! Ulaha? Ja, es ist nicht tot, was ewig liegt und so.) Einige neue Figuren werden selbstredend auch auf die Bühne des Geschehens gezerrt – allen voran Esavintje von Goldberg, die das zweifelhafte Vergnügen hat, den Titel "Mutter der Bewahrer" zu tragen und ihre Ordensfeste gegen die zwergische Invasionsarmee zu verteidigen. Stellt sich die Frage, was man als Bewahrer denn so bewahrt. Tja, der Begriff „magisches Artefakt“ ist bekanntermaßen unglaublich dehnbar, und nur, weil ein Orden in einer bestimmten Festung Domizil bezogen hat, heißt das noch lange nicht, dass er besagte Festung auch im Schweiße des Angesichts seiner Gründer selbst errichtet hat.
Womit wir beim Thema „Geschichte und Geschichtsfälschung“ wären, mit dem sich Karu herumplagen muss – zum Glück erfährt sie Unterstützung von einem Zwerg, der sich mit solchen Dingen auszukennen glaubt.
Für Garep und Sira endet derweil die begonnene Überfahrt in die Zerrissenen Reiche etwas anders als geplant, und in unserem Lieblingssucher dämmert nach einem Ritual der Schiffsgeborenen und der Begegnung mit einem exzentrischen Forscher der Verdacht, dass das unbedingte zwergische Festhalten an der Vernunft unter Umständen eine leicht eingeschränkte Sicht der Welt darstellen könnte.
Die Spannung darf selbstverständlich auch nicht zu kurz kommen, und deshalb gibt es im zweiten Teil unserer Reihe folgerichtig Schlachten und Scharmützel (immerhin befinden wir uns nun im Krieg), große und kleine Intrigen (sowohl unter den Menschen als auch unter den Zwergen), ein geheimnisvolles Ungeheuer auf einer einsamen Insel und die nächste Wunderwaffe, die die skrupellosen Kollegen eines gewissen Anstaltleiters ersonnen haben.
Und ja, der nette Mann auf dem Cover ist Siris, und der Zwerg, der den Umschlag des ersten Bands zierte, kommt nun endlich auch zu seinem verdienten Auftritt. Der arme Kerl musste auch wirklich lange genug darauf warten…

Moops-P.S. Und im Hintergrund entdeckt der aufmerksame Betrachter vielleicht noch zwei Dinge, die im Roman eine bedeutende Rolle spielen...

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Ordenskrieger und Ordensfesten

Moops-Update:

Wir freuen uns heute schon den Klappentext und das Cover des im Frühjahr erscheinend zweiten Bandes der Zerrissenen Reiche präsentieren zu dürfen.

Die Zwerge von Amboss sind zurück: Der Weg in den Zwergenbund ist dem ehemaligen Sucher Garep Schmied verwehrt. Zusammen mit der Spionin Sira hofft Garep in den Zerrissenen Reichen Unterschlupf zu finden. Doch die Menschenlande sind in Aufruhr. Eine schier unbesiegbare Zwergenarmee rückt aus dem Norden vor. In der Ordensburg von Goldberg setzen die Krieger alles daran, ein magisches Artefakt vor den Invasoren in Sicherheit zu bringen. Doch der Vormarsch der bärtigen Krieger scheint unaufhaltsam.


Einen besonderen Dank übrigens an Kerstin Claussen, Carsten Polzin und Henrik Bolle, ohne die das Cover und der Text wohl niemals so schick geworden wären!

In den nächsten Tagen folgen dann noch ein paar Worte zum zweiten Band von Thomas, wenn er sich denn vom aktuellen Projekt losreißen kann - aber auch dazu gibt es demnächst einen Update...

Moops Over and Out

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Zwerge, Zwerge, überall

Moops-Update:

Da sind die Zwerge gerade mal im Handel gelandet und schon flattert uns das nächste wunderbare Werkstück ins Hause. Diesmal handelt es sich um das Cover des zweiten Bandes der Zerrissenen Reiche: "Die Ordenskrieger von Goldberg".





Ansonsten ist Thomas ja eher ein Weintrinker und ich bevorzuge Softdrinks jedweder Couleur, aber vielleicht machen wir in diesem Fall ja mal eine Ausnahme und sagen einfach nur "Prost!".

Moops Over and Out

Dienstag, 9. Dezember 2008

Lesung im Kulturforum 16.12.08

Moops-Update:

Wieder steht eine Lesung an.

Diesmal lesen wir im heimischen Bergedorf, um genau zu sein, im Kulturforum Serrahn.

Hier die wichtigsten Daten:

16.12.08 ab 20:00 im Kulturforum Serrahn

www.serrahn.net

Kulturforum Serrahn
Serrahnstr. 1
21029 Hamburg-Bergedorf

Eintritt: €5

Wer also bei der Premierenlesung nicht dabei sein konnte, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und sich ins beschauliche Bergedorf aufmachen.

Moops Over and Out

Montag, 8. Dezember 2008

Premierenlesung (mal wieder)

Moops-Update:

Die Premierenlesung ist zwar schon ein paar Tage her, aber jetzt sind wir dazu gekommen , mal ein paar Bilder auszusuchen, die wir für die Ewigkeiten in den Weiten des Internets festhalten wollen.

Kerstin und Tom präsentieren das Schild der Veranstaltung.


Einer der Gastgeber des Abends: Lars von der Villa Verde.
Als Unterstützung sprang ihm unter anderem die bezaubernde Tanja (links) zur Seite.

Es war so einiges an Prominenz da:
Ganz hinten rechts Erfolgsautor Tom Finn.
Im Hintergrund eine Familie von Hügeltrollen aus dem Örtchen Lütau.
Vorne in der Mitte Kerstin und Britta (Lektorinnen aus dem Carlsen-Verlag).
Im Anschnitt links noch ein Erfolgsautor (Andreas Wilhelm) sowie rechts im Anschnitt der nicht ganz so bekannte Mitbewohner meines Hügeltrollbruders, Andy.

Unser Starillustrator Henrik Bolle (in der Mitte) im Gespräch mit Fans und solchen, die es hoffentlich noch werden. Er ist übrigens extra aus Amsterdam angereist, um bei der Lesung dabei zu sein.

Ein ganzer Haufen Kollegen, rechts übrigens Patricia und Udo (audionym), mit denen wir zusammen Hörspiele für weirdoz* machen.

Im Vordergrund der Autor selbst nebst Friedel Wahren vom Piper Verlag.
Dahinter übrigens unsere Dozentenkollegin Steffi (links) und unsere Journalistenkollegin Anni (rechts). Ich selbst habe das Rampenlicht so bald als möglich wieder verlassen.

Zum Abschluß noch ein Vorher-Nachher-Bild.
Links ein Kunde vor dem Kauf von "Die Zwerge von Amboss", rechts der gleiche Kunde nach dem Kauf des Buches. Freundlicherweise dargestellt von Lasse und Heiko.

Das war natürlich nur eine kleine Auswahl, aber man will es ja auch nicht übertreiben.

Moops Over and Out

Sonntag, 7. Dezember 2008

Vorurteile in Frageform

Als Fantasyautor sieht man sich einer erstaunlichen Menge an Vorurteilen ausgesetzt. Oftmals schleichen sie sich im Gespräch in Fragen ein, die auf den ersten Blick harmlos aussehen. Beispiele? Aber gern doch…

1. Muss man für einen Fantasyroman viel recherchieren?
(Will meinen: Für einen Fantasyroman braucht es doch keine Recherche, oder?)

Natürlich nicht. Da man ohnehin nur wirr vor sich herfabuliert – noch dazu über eine Welt, die es gar nicht gibt –, werfe man wahllos alles, was einem gerade in den Sinn kommt, in einen ausreichend großen Topf, koche das Ganze höchstens einige Millisekunden auf kleiner Flamme und bringe seinen Einhornelfendrachenmagierschule-Erguss sofort als in sich perfekt stimmiges, eigenständiges Werk zu Papier.

2. Wie ist der aktuelle Fantasyboom zu erklären?
(Will meinen: Fantasy kann doch anscheinend jeder schreiben, nicht wahr?)

Selbstverständlich. Einfach noch mal die Herr der Ringe-Filme in der Langfassung goutieren und schon kann’s losgehen mit dem Schreiben.

3. Weshalb finden besonders junge Menschen Fantasy interessant?
(Will meinen: Fantasy ist ehrlich gesagt doch mehr was für Kinder, hm?)

Unbedingt. Vor allem für solche Kinder, deren Eltern es schnurzpiepegal ist, mit welchem Müll sich ihre lieben Kleinen die Birne zuschütten. Solchen unverantwortlichen Banausen, die ihre Kinder viel zu spät (also erst mit acht oder neun Jahren) an den Zauberberg heranführen und Papageno für den Namen eines Friseursalons halten.

4. Warum sind viele Fantasyromane so lang?
(Will meinen: Kann man sich nicht kurz fassen, wenn man schon unbedingt solchen Schund abliefern muss?)

Nein, weil es zuviel Anstrengung erfordert, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – und weil man sich in der Szene daran misst, wer den Allerdicksten vorzuweisen hat (unter zweieinhalb Regalmetern pro Zyklus, der diesen Namen auch verdient hätte, geht leider gar nichts).

5. Warum spielen die meisten Fantasyromane in einem Quasi-Mittelalter?
(Will meinen: Sollte man nicht offen gestehen, dass Fantasyautoren weltfremde, reaktionäre Spinner sind?)

Erwischt. Gern würde ich diese Frage ausführlicher beantworten, aber ich habe noch ein Kettenhemd zu klöppeln und einen Morgenstern zu schnitzen, um für den Sturm auf den Bundestag mit anschließender Ausrufung von George R. R. Martin (oder wahlweise Patrick Rothfuss bzw. Steven Erikson respektive Joe Abercrombie und/oder Markus Heitz) zum Gottkaiser des Multiversums ausreichend gewappnet zu sein.

Moops-P.S. Für etwaige Verletzungen und Hirnschäden, die durch den übermäßigen Gebrauch von Sarkasmus entstehen können, übernehmen wir keine Haftung.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

No rest for the (moderately) wicked

Moops-Update:

Da ist auch schon das nächste Interview mit Thomas online.

Diesmal war es Oliver Kotowski für den Fantasyguide. Spannend dabei war unter anderem, dass man Olivers Fragen anmerkte, dass er wohl in die Literaturwissenschaft zumindest hineingeschnuppert hat (wahrscheinlich aber auch so einen seltsamen M.A. wie Thomas und ich führen darf). Da soll noch einer sagen, dass man mit einem geisteswissenschaftlichen Studium nix anfangen kann!

Eine dazu passende Rezension gibt es natürlich auch.

Moops Over and Out

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Interview mit Carsten Kuhr auf der Phantastik-Couch

Moops-Update:

In der Zwischenzeit ist übrigens auch das vor einigen Wochen von Carsten Kuhr geführte Interview mit Thomas online gegangen - und zwar hier.

Unserer Meinung nach sehr gelungen und sogar mit ein paar kleinen Spoilern drin - Carsten weiß halt, was er tut.

Moops Over and Out

Dienstag, 2. Dezember 2008

Adieu, Monster in Menschengestalt

Nach meiner Genesung von einer fiesen Grippe hatte ich das ausgesprochen große Vergnügen, mich intensiv mit dem auseinanderzusetzen, was von fachkundigeren Menschen als meiner Wenigkeit „Vampirschlampenromane (VSR)“, „Romantasy“ bzw. „Paranormal Romance“ getauft wurde. Eines vorweg: Ich gehe absolut wertfrei mit diesem Phänomen um, und ich verurteile niemanden, der entsprechende Werke zwecks Befriedigung welcher Triebe auch immer goutiert (als passionierter Stellensucher wäre es auch höchst bigott, mir nun die Moralkappe aufzusetzen).
Wehmut darf und muss dennoch erlaubt sein. Worüber? Darüber, dass der Vampir – wie von manchen Literaturwissenschaftlern schon seit Längerem vermutet – nun endgültig zum wandelnden Phallus wird. Passt ja auch ganz gut, denn ohne Blut kein Phallus und ohne Blut auch kein Vampir. Dabei ist der Vampir dank seiner steilen, untoten Karriere in der Popkultur doch so viel mehr gewesen: Sinnbild für unbezwingbare Sucht, für die Wiederkehr des Verdrängten, für infektiöse Krankheiten, für das Unberechenbar-Bedrohliche hinter der Maske des Gewöhnlichen…
Nun, er ist bei näherer Betrachtung auch in den VSR mehr als nur ein im Zustand der Erregung versteiftes männliches Geschlechtsorgan. Er ist langes Haar, das im Nachtwind weht; ein schwarzer Ledermantel, der dank seines Schnitts breite Schultern noch breiter scheinen lässt; je nach Bedarf ein aufmerksames Ohr, das die ganze Nacht offenbleibt, um wortgetragene Gefühlsausbrüche in sich aufzusaugen, oder ein starker Arm, der einen im richtigen Moment zu Boden schleudert, um der scharfen Klaue eines Werwolfs zu entgehen; unerreichtes Vorbild für kommende Generationen von Werbern um die Gunst des Weibes, weil ihm Emotionen weder fremd noch unangenehm sind und der ungeachtet dessen die nötige Härte besitzt, um selbst anspruchsvollste Positionen stundenlang zu halten – sei es in Diskussionen um die Auswahl des figurschmeichelndsten Brautkleides, sei es zwischen den Federn, die die Welt bedeuten.
Wo sind sie geblieben, die hässlichen Nachzehrer, die man von der Bettkante stößt, anstatt sie zu sich auf die Matratze zu zerren? Die gierigen wandelnden Schlünde, die immer ganz austrinken, weil sie sich mit einem schnellen Schluck für Zwischendurch nicht zufriedengeben? Die kaltherzigen Bestien, die sich Schönheit in wahrhaft grausamer Absicht nähern und sich höchstens aus eisiger Berechnung zwischen allzu bereitwillig gespreizten Schenkeln versenken?
Genug geklagt! Allen, die mit mir leiden, empfehle ich den Besuch einer Ü30-Party in einer Großraumdisco. Wenn man die Augen zu engen Schlitzen zusammenkneift, nachdem die Nebelmaschinen angesprungen sind, kann man sich prima einbilden, es wäre alles wie gehabt.

Moops-P.S. Wenigstens der Autorenkollege Heitz bleibt dem alten Bild des Vampirs treu und geht mit Vampire, Vampire sogar dessen historischen Wurzeln nach. Durchaus lesenswert!