Samstag, 20. September 2008

Der Ausblick auf die Rückschau

Puh, einiges hat sich in den letzten Monaten getan! Pardon: Das müsste korrekterweise "in den letzten Jahren" heißen. Und gleich noch zur näheren inhaltlichen Bestimmung eine weitere Korrektur hinterher: "Getan" hat sich seit der WM 2006 natürlich global gesehen ungeheuerlich viel, aber hier dreht sich alles egozentrisch um mich und meinen ureigenen Kosmos.

Der Vorsatz für die nächste Zeit - ob er gut ist, wird sich zeigen - lautet jedenfalls: regelmäßigere Berichterstattung.

Was also bisher (äh... seit dem letzten Blog-Versuch) geschah:

Schlaglicht 1:
Mit Piper haben wir einen Verlag gefunden, der unseren Entwurf für eine Romanreihe, mit der wir den Versuch unternehmen wollen, Fantasy mal etwas anders zu machen, angenommen hat. "Unseren" und "wir" hat nichts damit zu tun, dass ich immer noch merklich geknickt bin, da mich bislang keiner zum König der Welt ausgerufen hat (was zweifellos nicht mehr lange dauern kann), sondern damit, dass guter Mist erst dann überzeugend stinkt, wenn mindestens zwei Leute auf denselben Haufen kacken. Will meinen: Die erwähnte Romanreihe ist - wie fast alles, was ich so treibe - ein Gemeinschaftsprojekt mit Ole Johan Christiansen (aka der Sambamops respektive Leitstern meines Lebens).

Schlaglicht 2:
Leitstern A (Ole) und Leitstern B (Verena) haben mich aus meiner gewohnten Umlaufbahn im beschaulichen Plattenbau-West nebst meiner gesamten Habe mitten ins Herz von Hamburg-Bergedorf gerissen. Mein neues Domizil hat einen Holzfußboden, und die Pfleger sind 90% der Zeit freundlich zu mir.

Schlaglicht 3:
Weil es in Teutonia ohne einen Schein, auf dem der derzeitige Zustand der Persönlichkeitsentwicklung von amtlicher Seite aus festgehalten wird, nicht geht, sahen wir alle drei uns gezwungen, einen sogenannten akademischen Abschluss zu erwerben. Ole und mir hat das dermaßen gut gefallen, dass wir uns vorgenommen haben, demnächst noch so eine Urkunde zu erwerben, dank derer wir dann bei Unfällen u. Ä. rufen können: "Lassen Sie uns durch! Wir
sind Doktoren!" Verena hadert mit sich, ob sie ein solches Auftreten mit ihrem katholisch-ausdifferenzierten Gewissen vereinbaren kann, springt aber schon mal kopfüber in die Arbeitswelt - nur um festzustellen, dass sich das durchschnittliche Gebaren in Großraumbüros einzig anhand des vorhandenen Mobiliars von Schulhofgepflogenheiten unterscheidet.

Schlaglicht 4:
Da man nicht alles selbst machen kann (und meine ursprünglichen, mit Wachsmalstiften zu Papier gebrachten Entwürfe bei Ole keinen Anklang finden), heuern wir in Sachen Cover und Karten für die Romanreihe professionelle Hilfe an. Ganz ohne die Gelben Seiten zu konsultieren, wie es die Werbung empfiehlt, aber dafür mit einem sensationell sehenswerten Ergebnis.

Schlaglicht 5:
Nebenbei liefern wir den zweiten Band der Romanreihe ab, und Ole vertreibt sich die Zeit mit diversen Artikeln und Übersetzungen, während ich Kontakt zu einem etwas eigenbrötlerischen Schriftstellerkollegen aus den USA aufgenommen habe. Zu dritt basteln wir nun an einem Projekt, das man aus Gründen der gehobenen Sicherheitsrafinesse besser mit einem schmucken Hütchen aus Alufolie auf dem Kopf angeht. Mehr darüber in Kürze - sofern wir nicht plötzlich und unerwartet verschwinden.

Schlaglicht 6:
Am 30. Oktober steht die Premierenlesung aus "Die Zerrissenen Reiche 1: Die Zwerge von Amboss" in der Villa Verde an. Zeit, sich Zeh- und Fingernägel zu schneiden, um einen präsentablen Eindruck bei den Massen zu hinterlassen.

So, genug geschlaglichtet. Ich muss mich profaneren Dingen widmen und mich mental auf eine Fahrt in den Taunus vorbereiten, wo ich beim Montségur-Autorentreffen daran arbeite, meine Menschenscheu abzulegen.

Nachtrag zu den Schlaglichtern: Mit dem nächsten Eintrag hier startet eine kleine Retrospektive der letzten Monate!

Keine Kommentare: