Mittwoch, 24. Dezember 2008

Anti-X-Mas

Aus ideologischen Gründen gibt es dieses Jahr keine Weihnachtswünsche.

Aber wir wünschen trotzdem allen Lesern eine schöne "Jahresendzeit" sowie etwas Erholung und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir melden uns aber trotzdem frech noch vor dem Ende des Jahres mit neuesten Neuigkeiten und so.

Montag, 22. Dezember 2008

Der lange Marsch...

Moops-Update:

Langsam scheint sich die Kunde von unseren politischen Zwergen zu verbreiten. Jetzt haben wir es sogar im schönen Österreich in die Zeitung geschafft (zumindest in die Online-Ausgabe, denn ein Printexemplar haben wir nicht auftreiben können).

Im Rahmen der "Rundschau" des Standard haben auch Die Zwerge von Amboss Erwähnung gefunden. Wir sind hoch erfreut und entsenden die besten Grüße in die Alpen!

Und wenn Frau bzw. Herr Josefson Lust zu einem Interview hat, dann sind wir natürlich gerne dabei ;-)

Moops Over and Out

Warhammer und wir

Moops-Update:

Beim Streifzug durchs Netz bin ich über diesen Blog-Eintrag gestolpert.

Uns als Rollenspieler hat das sehr amüsiert, denn die Warhammer-Welt bietet in der Tat viele spannende Geschichten und erscheint ja noch dazu auch beim Piper Verlag. Übrigens ist dieser Vergleich Warhammer <-> Zerrissene Reiche nicht ganz neu: Markus Heitz hatte eine ganz ähnliche Assoziation, als er das Cover von Die Zwerge von Amboss auf dem NordCon 2008 das erste Mal sah.

P.S. Bevor jemand fragt: Ja, ich habe sogar ein paar der Gortrek und Felix-Geschichten gelesen, aber das ist auch wieder knapp 10 Jahre her...

Moops Over and Out

Samstag, 20. Dezember 2008

Was würdest du tun, wenn du Gedanken lesen könntest?

In dem Thriller, an dem ich derzeit sitze und den ich im Lauf der nächsten Wochen zusammen mit Ole und freundlichen Lektoren in seine endgültige Form schlage, lauten die Antwortmöglichkeiten auf diese Frage:
a) Ich würde versuchen, irgendwo unterzutauchen, um nicht von den Agenten eines geheimen Regierungsprogramms rekrutiert zu werden.
b) Ich würde unter Umständen einfach den Verstand verlieren.
c) Ich würde eventuell beide der obengenannten Optionen wahrnehmen.

Nüchtern betrachtet quillt gerade ein Superheldenroman aus mir heraus, der auf Capes (deren Nachteile im praktischen Einsatz mittlerweile hinlänglich bekannt sein dürften) und Spinnenbisse (aber dennoch nicht ganz auf Krabbelviecher) verzichtet. Im Austausch dafür gibt es reichlich (Psycho-)Thrillerelemente, ein Sommercamp und eine tiefgefrorene Frauenleiche.
Selbige stellt einen Psychotherapeuten, der nebenbei ein wenig Opferbetreuung für die Polizei betreibt, sowie dessen neue Praktikantin, der ihr Chef reichlich ungewöhnlich vorkommt, vor ein gewisses Rätsel. Portland mag die höchste Kriminalitätsrate aller Städte im US-Bundesstaat Maine aufweisen, doch Mordfälle sind trotzdem eher selten – und solche, bei denen sich weder das Motiv noch der genaue Tathergang noch die Identität des Opfers eher rasch ermitteln, sind noch seltener.
Wie gut, dass es einen zweiten Handlungsstrang gibt, der ein Mädchen bei seiner Reise in die Hölle (also das erwähnte Sommercamp) begleitet, wo rund zehn Jahre vor dem Mord beileibe nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen scheint.

Weshalb schreibe ich dieses Buch?
1. Weil ich Superhelden schon immer mochte.
2. Weil ich der festen Überzeugung bin, dass sich mit Menschen mit besonderen Begabungen wie etwa der Befähigung, die Erinnerungen anderer Personen zu manipulieren oder das eigene Bewusstsein aus dem Körper herauszulösen, sehr spannende Geschichten erzählen lassen.
3. Weil ich endlich meine Kindheitserfahrungen im Zuge einer mehrwöchigen Stadtranderholung literarisch verarbeiten kann.

Worauf ich dabei keinen Wert lege:
1. Durch allzu verschwurbelte Verschwörungstheorien den Anschein zu erwecken, die Ereignisse in diesem Buch seien mehr als pure Fiktion (ein paar nette Anekdötchen zum Thema "Psychotronikforschung" aus jener Welt zu verbreiten, die gemeinhin unsere Wirklichkeit genannt wird, gestatte ich mir dennoch).
2. Ein Herumhüpfen in unzähligen Erzählperspektiven (deren zwei müssen genügen, um meinen Plot zu tragen).
3. Verwirrende Handlungsstränge einzubauen, in denen ein niedlicher Japaner durch die Zeit reisen muss, um die Welt zu retten (Einzelschicksale liegen mir nun einmal näher am Herzen).

So, und nun muss ich zurück zu einer Schlüsselszene, im Zuge derer der geneigte Leser einen kurzen Einblick in die Weltsicht eines der Antagonisten erhalten wird…

Moops-P.S. Am Rande sei erwähnt, dass dieses Projekt schon ein ganzes Weilchen in uns gereift ist (sprich schon vor dem Erscheinen gewisser Serien) und unter anderem Google Earth des öfteren bemüht.

Freitag, 19. Dezember 2008

Im Banne der VG-Wort

Moops-Update:

Nachdem ich mich gerade durch die Online-Meldung des METIS-Systems der VG Wort gequält habe, wollte ich kurz mal alle Interessierten daran erinnern, dass es durchaus Sinn macht dort Mitglied zu werden und eigene Texte zu melden - seit neuestem gilt dies auch für Texte im Internet!

Man braucht zwar einen Moment sich die ganzen Regeln und Bestimmungen durchzulesen und sie zu durchdringen, aber das Endergebnis ist ein durchaus erstrebenswertes, denn man bekommt zusätzliches Geld für bereits Veröffentlichtes.

Wie ich nun auch weiß, kann jeder Beteiligter eines Interviews dieses auch melden, da Interviews immer mindestens zwei Urheber haben. Also an die Meldung denken, denn das Geld ist weder Geschenk noch Almosen sondern gehört den Urhebern!

Einsendeschluß für die Nachmeldung von Internet-Artikeln ist der 31.12.08 - soviel Zeit ist also nicht mehr.

Moops Over and Out

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Skandal im Sperrbezirk... äh... im Internet

Moops-Update:

Die Wahl zum "Fantasybuch 2008" ist gestern abend gecanceled worden. Die Betreiber haben ausführlich Stellung dazu bezogen und ich muss gestehen, dass es unter diesen Umständen durchaus Sinne macht die ganze Sache erstmal wieder zu stoppen. Hauptsächlich tut es uns an dieser Stelle natürlich für die Betreiber und die ehrlichen Fans leid :-(

Nichtsdestotrotz ein dickes Danke an alle, die (ehrlich!) für uns gestimmt haben, und an Oliver vom Fantasyguide, der uns überhaupt erstmal als "Fantasybuch 2008" nominiert hat!

Als Abschluß noch der Aufruf an den Fantasyguide: Macht doch tatsächlich mal eine fälschungssicheren Wettbewerb! Vielleicht mit verschiedenen Kategorien (national, international, Einzelroman, Serie, Autor) wie beim Deutschen Phantastik-Preis, denn mal ganz ehrlich, warum soll es nicht zwei solche Wettbewerbe in Deutschland geben? Interesse scheint ja da zu sein...

P.S. Ich fand es übrigens auch okay, dass gewisse Drachen von gewissen Seiten das ganze System ad absurdum geführt haben, als klar wurde, dass einige Fans nicht vor betrügerischen Mitteln zurückschrecken. Lieber kein Preis als ein erschummelter! Leider sehen das aber anscheinend nicht alle so.

P.P.S. Damit möchte ich den DPP in keinsterweise schmälern oder schmähen, nur finde ich, dass es halt schöner wäre, wenn es mehr Fantasy-/Phantastikpreise gäbe, denn in diesem Genre erscheint schon verdammt viel im Moment.

Moops Over and Out

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Lesung am 18.12. Hamburg: Phantastische Weihnachten

Moops-Update:

Der Grinch bin ich zwar nicht (dazu ist mein Fell nicht grün genug), aber die folgende Ankündigung habe ich trotzdem von Tom Finn geklaut:

Die folgende Weihnachts-Veranstaltung am Donnerstag, den 18.12., in der Villa Verde (Hamburg) möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten:

»Die drei Autoren Thomas Finn, Thomas Plischke und Karl-Heinz Witzko lesen ihre phantastischen Kurzgeschichten rund um das Thema „Weihnacht“ aus den beiden Piper-Verlags-Anthologien „Fest der Vampire“ und „Fest der Zwerge“. Spannend, bizarr, lustig und auch mal richtig gruselig, das sind sie: Die etwas anderen Weihnachtsgeschichten.«

Ort & Zeit:
Villa Verde
19.30 Uhr
Eimsbütteler Chaussee 37
20259 Hamburg

Mehr zu alledem hier:
http://www.villa-ver.de/events.php#seminar_58

Moops Over and Out

Moops-P.S. Übrigens gewinnt Libba Bray bei der Wahl zum "Fantasybuch 2008" gerade erdrutschartig Stimmen - wohl auch weil sie einfach ihre amerikanischen Fans aktiviert hat. Trotzdem vielen Dank an alle, die Ihre Stimme für uns abgegeben haben, ohne Frau Bray wären wir aktuell nämlich auf Platz 1 *freu*

Moops-P.P.S. Die Kobolden vom DnD-Gate, der Nummer 1 wenn es um Dungeons und Dragons -Foren in Deutschland geht, haben nun auch eine schöne Rezi online gestellt.

Montag, 15. Dezember 2008

Preisausschreiben und Nominierungen

Moops-Update:

Vor kurzem konnte ich ja vom Interview umd der Rezension von "Die Zwerge von Amboss" im Fantasyguide berichten. Nun haben die Macher der Seite zusammen mit Piper und dem X-Zine ein Gewinnspiel ausgetüftelt (an dieser Stelle vielen Dank noch einmal an Beteiligten).
Wer das Buch also noch nicht hat oder ein weiteres Exemplar zum Verschenken gebrauchen kann, der macht am besten direkt dort mit.

Etwas überraschend sind wir dann auch noch vom Fantasyguide für den Titel

"Fantasybuch 2008"

nominiert worden! Damit hatten wir nicht gerechnet - insbesondere wenn man sich anschaut mit wem man da alles konkurriert.

Über den Hintergrund des Preises gibt es natürlich auch etwas, hier auch der Link direkt zur Abstimmung.

Allein die Nominierung ist uns eine Ehre, aber über etwaige Stimmen beschweren wir uns sicher nicht.

Moops Over and Out

Freitag, 12. Dezember 2008

Ein paar Spoilerchen zu "Die Ordenskrieger von Goldberg"

Da ein Blog nicht nur schonungslosem Exhibitionismus, sondern gelegentlich auch als nützliche Informationsquelle dienen sollte, erlaube ich mir, einige Worte zu den Ordenskriegern von Goldberg zu verlieren.
Was erwartet den geneigten Leser? Nun, zunächst und nur bedingt überraschend ein Wiedersehen mit alten Bekannten (Garep, Sira, Siris, Himek und Karu sind allesamt wieder mit von der Partie, ebenso wie Ulaha … Moment! Ulaha? Ja, es ist nicht tot, was ewig liegt und so.) Einige neue Figuren werden selbstredend auch auf die Bühne des Geschehens gezerrt – allen voran Esavintje von Goldberg, die das zweifelhafte Vergnügen hat, den Titel "Mutter der Bewahrer" zu tragen und ihre Ordensfeste gegen die zwergische Invasionsarmee zu verteidigen. Stellt sich die Frage, was man als Bewahrer denn so bewahrt. Tja, der Begriff „magisches Artefakt“ ist bekanntermaßen unglaublich dehnbar, und nur, weil ein Orden in einer bestimmten Festung Domizil bezogen hat, heißt das noch lange nicht, dass er besagte Festung auch im Schweiße des Angesichts seiner Gründer selbst errichtet hat.
Womit wir beim Thema „Geschichte und Geschichtsfälschung“ wären, mit dem sich Karu herumplagen muss – zum Glück erfährt sie Unterstützung von einem Zwerg, der sich mit solchen Dingen auszukennen glaubt.
Für Garep und Sira endet derweil die begonnene Überfahrt in die Zerrissenen Reiche etwas anders als geplant, und in unserem Lieblingssucher dämmert nach einem Ritual der Schiffsgeborenen und der Begegnung mit einem exzentrischen Forscher der Verdacht, dass das unbedingte zwergische Festhalten an der Vernunft unter Umständen eine leicht eingeschränkte Sicht der Welt darstellen könnte.
Die Spannung darf selbstverständlich auch nicht zu kurz kommen, und deshalb gibt es im zweiten Teil unserer Reihe folgerichtig Schlachten und Scharmützel (immerhin befinden wir uns nun im Krieg), große und kleine Intrigen (sowohl unter den Menschen als auch unter den Zwergen), ein geheimnisvolles Ungeheuer auf einer einsamen Insel und die nächste Wunderwaffe, die die skrupellosen Kollegen eines gewissen Anstaltleiters ersonnen haben.
Und ja, der nette Mann auf dem Cover ist Siris, und der Zwerg, der den Umschlag des ersten Bands zierte, kommt nun endlich auch zu seinem verdienten Auftritt. Der arme Kerl musste auch wirklich lange genug darauf warten…

Moops-P.S. Und im Hintergrund entdeckt der aufmerksame Betrachter vielleicht noch zwei Dinge, die im Roman eine bedeutende Rolle spielen...

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Ordenskrieger und Ordensfesten

Moops-Update:

Wir freuen uns heute schon den Klappentext und das Cover des im Frühjahr erscheinend zweiten Bandes der Zerrissenen Reiche präsentieren zu dürfen.

Die Zwerge von Amboss sind zurück: Der Weg in den Zwergenbund ist dem ehemaligen Sucher Garep Schmied verwehrt. Zusammen mit der Spionin Sira hofft Garep in den Zerrissenen Reichen Unterschlupf zu finden. Doch die Menschenlande sind in Aufruhr. Eine schier unbesiegbare Zwergenarmee rückt aus dem Norden vor. In der Ordensburg von Goldberg setzen die Krieger alles daran, ein magisches Artefakt vor den Invasoren in Sicherheit zu bringen. Doch der Vormarsch der bärtigen Krieger scheint unaufhaltsam.


Einen besonderen Dank übrigens an Kerstin Claussen, Carsten Polzin und Henrik Bolle, ohne die das Cover und der Text wohl niemals so schick geworden wären!

In den nächsten Tagen folgen dann noch ein paar Worte zum zweiten Band von Thomas, wenn er sich denn vom aktuellen Projekt losreißen kann - aber auch dazu gibt es demnächst einen Update...

Moops Over and Out

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Zwerge, Zwerge, überall

Moops-Update:

Da sind die Zwerge gerade mal im Handel gelandet und schon flattert uns das nächste wunderbare Werkstück ins Hause. Diesmal handelt es sich um das Cover des zweiten Bandes der Zerrissenen Reiche: "Die Ordenskrieger von Goldberg".





Ansonsten ist Thomas ja eher ein Weintrinker und ich bevorzuge Softdrinks jedweder Couleur, aber vielleicht machen wir in diesem Fall ja mal eine Ausnahme und sagen einfach nur "Prost!".

Moops Over and Out

Dienstag, 9. Dezember 2008

Lesung im Kulturforum 16.12.08

Moops-Update:

Wieder steht eine Lesung an.

Diesmal lesen wir im heimischen Bergedorf, um genau zu sein, im Kulturforum Serrahn.

Hier die wichtigsten Daten:

16.12.08 ab 20:00 im Kulturforum Serrahn

www.serrahn.net

Kulturforum Serrahn
Serrahnstr. 1
21029 Hamburg-Bergedorf

Eintritt: €5

Wer also bei der Premierenlesung nicht dabei sein konnte, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und sich ins beschauliche Bergedorf aufmachen.

Moops Over and Out

Montag, 8. Dezember 2008

Premierenlesung (mal wieder)

Moops-Update:

Die Premierenlesung ist zwar schon ein paar Tage her, aber jetzt sind wir dazu gekommen , mal ein paar Bilder auszusuchen, die wir für die Ewigkeiten in den Weiten des Internets festhalten wollen.

Kerstin und Tom präsentieren das Schild der Veranstaltung.


Einer der Gastgeber des Abends: Lars von der Villa Verde.
Als Unterstützung sprang ihm unter anderem die bezaubernde Tanja (links) zur Seite.

Es war so einiges an Prominenz da:
Ganz hinten rechts Erfolgsautor Tom Finn.
Im Hintergrund eine Familie von Hügeltrollen aus dem Örtchen Lütau.
Vorne in der Mitte Kerstin und Britta (Lektorinnen aus dem Carlsen-Verlag).
Im Anschnitt links noch ein Erfolgsautor (Andreas Wilhelm) sowie rechts im Anschnitt der nicht ganz so bekannte Mitbewohner meines Hügeltrollbruders, Andy.

Unser Starillustrator Henrik Bolle (in der Mitte) im Gespräch mit Fans und solchen, die es hoffentlich noch werden. Er ist übrigens extra aus Amsterdam angereist, um bei der Lesung dabei zu sein.

Ein ganzer Haufen Kollegen, rechts übrigens Patricia und Udo (audionym), mit denen wir zusammen Hörspiele für weirdoz* machen.

Im Vordergrund der Autor selbst nebst Friedel Wahren vom Piper Verlag.
Dahinter übrigens unsere Dozentenkollegin Steffi (links) und unsere Journalistenkollegin Anni (rechts). Ich selbst habe das Rampenlicht so bald als möglich wieder verlassen.

Zum Abschluß noch ein Vorher-Nachher-Bild.
Links ein Kunde vor dem Kauf von "Die Zwerge von Amboss", rechts der gleiche Kunde nach dem Kauf des Buches. Freundlicherweise dargestellt von Lasse und Heiko.

Das war natürlich nur eine kleine Auswahl, aber man will es ja auch nicht übertreiben.

Moops Over and Out

Sonntag, 7. Dezember 2008

Vorurteile in Frageform

Als Fantasyautor sieht man sich einer erstaunlichen Menge an Vorurteilen ausgesetzt. Oftmals schleichen sie sich im Gespräch in Fragen ein, die auf den ersten Blick harmlos aussehen. Beispiele? Aber gern doch…

1. Muss man für einen Fantasyroman viel recherchieren?
(Will meinen: Für einen Fantasyroman braucht es doch keine Recherche, oder?)

Natürlich nicht. Da man ohnehin nur wirr vor sich herfabuliert – noch dazu über eine Welt, die es gar nicht gibt –, werfe man wahllos alles, was einem gerade in den Sinn kommt, in einen ausreichend großen Topf, koche das Ganze höchstens einige Millisekunden auf kleiner Flamme und bringe seinen Einhornelfendrachenmagierschule-Erguss sofort als in sich perfekt stimmiges, eigenständiges Werk zu Papier.

2. Wie ist der aktuelle Fantasyboom zu erklären?
(Will meinen: Fantasy kann doch anscheinend jeder schreiben, nicht wahr?)

Selbstverständlich. Einfach noch mal die Herr der Ringe-Filme in der Langfassung goutieren und schon kann’s losgehen mit dem Schreiben.

3. Weshalb finden besonders junge Menschen Fantasy interessant?
(Will meinen: Fantasy ist ehrlich gesagt doch mehr was für Kinder, hm?)

Unbedingt. Vor allem für solche Kinder, deren Eltern es schnurzpiepegal ist, mit welchem Müll sich ihre lieben Kleinen die Birne zuschütten. Solchen unverantwortlichen Banausen, die ihre Kinder viel zu spät (also erst mit acht oder neun Jahren) an den Zauberberg heranführen und Papageno für den Namen eines Friseursalons halten.

4. Warum sind viele Fantasyromane so lang?
(Will meinen: Kann man sich nicht kurz fassen, wenn man schon unbedingt solchen Schund abliefern muss?)

Nein, weil es zuviel Anstrengung erfordert, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – und weil man sich in der Szene daran misst, wer den Allerdicksten vorzuweisen hat (unter zweieinhalb Regalmetern pro Zyklus, der diesen Namen auch verdient hätte, geht leider gar nichts).

5. Warum spielen die meisten Fantasyromane in einem Quasi-Mittelalter?
(Will meinen: Sollte man nicht offen gestehen, dass Fantasyautoren weltfremde, reaktionäre Spinner sind?)

Erwischt. Gern würde ich diese Frage ausführlicher beantworten, aber ich habe noch ein Kettenhemd zu klöppeln und einen Morgenstern zu schnitzen, um für den Sturm auf den Bundestag mit anschließender Ausrufung von George R. R. Martin (oder wahlweise Patrick Rothfuss bzw. Steven Erikson respektive Joe Abercrombie und/oder Markus Heitz) zum Gottkaiser des Multiversums ausreichend gewappnet zu sein.

Moops-P.S. Für etwaige Verletzungen und Hirnschäden, die durch den übermäßigen Gebrauch von Sarkasmus entstehen können, übernehmen wir keine Haftung.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

No rest for the (moderately) wicked

Moops-Update:

Da ist auch schon das nächste Interview mit Thomas online.

Diesmal war es Oliver Kotowski für den Fantasyguide. Spannend dabei war unter anderem, dass man Olivers Fragen anmerkte, dass er wohl in die Literaturwissenschaft zumindest hineingeschnuppert hat (wahrscheinlich aber auch so einen seltsamen M.A. wie Thomas und ich führen darf). Da soll noch einer sagen, dass man mit einem geisteswissenschaftlichen Studium nix anfangen kann!

Eine dazu passende Rezension gibt es natürlich auch.

Moops Over and Out

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Interview mit Carsten Kuhr auf der Phantastik-Couch

Moops-Update:

In der Zwischenzeit ist übrigens auch das vor einigen Wochen von Carsten Kuhr geführte Interview mit Thomas online gegangen - und zwar hier.

Unserer Meinung nach sehr gelungen und sogar mit ein paar kleinen Spoilern drin - Carsten weiß halt, was er tut.

Moops Over and Out

Dienstag, 2. Dezember 2008

Adieu, Monster in Menschengestalt

Nach meiner Genesung von einer fiesen Grippe hatte ich das ausgesprochen große Vergnügen, mich intensiv mit dem auseinanderzusetzen, was von fachkundigeren Menschen als meiner Wenigkeit „Vampirschlampenromane (VSR)“, „Romantasy“ bzw. „Paranormal Romance“ getauft wurde. Eines vorweg: Ich gehe absolut wertfrei mit diesem Phänomen um, und ich verurteile niemanden, der entsprechende Werke zwecks Befriedigung welcher Triebe auch immer goutiert (als passionierter Stellensucher wäre es auch höchst bigott, mir nun die Moralkappe aufzusetzen).
Wehmut darf und muss dennoch erlaubt sein. Worüber? Darüber, dass der Vampir – wie von manchen Literaturwissenschaftlern schon seit Längerem vermutet – nun endgültig zum wandelnden Phallus wird. Passt ja auch ganz gut, denn ohne Blut kein Phallus und ohne Blut auch kein Vampir. Dabei ist der Vampir dank seiner steilen, untoten Karriere in der Popkultur doch so viel mehr gewesen: Sinnbild für unbezwingbare Sucht, für die Wiederkehr des Verdrängten, für infektiöse Krankheiten, für das Unberechenbar-Bedrohliche hinter der Maske des Gewöhnlichen…
Nun, er ist bei näherer Betrachtung auch in den VSR mehr als nur ein im Zustand der Erregung versteiftes männliches Geschlechtsorgan. Er ist langes Haar, das im Nachtwind weht; ein schwarzer Ledermantel, der dank seines Schnitts breite Schultern noch breiter scheinen lässt; je nach Bedarf ein aufmerksames Ohr, das die ganze Nacht offenbleibt, um wortgetragene Gefühlsausbrüche in sich aufzusaugen, oder ein starker Arm, der einen im richtigen Moment zu Boden schleudert, um der scharfen Klaue eines Werwolfs zu entgehen; unerreichtes Vorbild für kommende Generationen von Werbern um die Gunst des Weibes, weil ihm Emotionen weder fremd noch unangenehm sind und der ungeachtet dessen die nötige Härte besitzt, um selbst anspruchsvollste Positionen stundenlang zu halten – sei es in Diskussionen um die Auswahl des figurschmeichelndsten Brautkleides, sei es zwischen den Federn, die die Welt bedeuten.
Wo sind sie geblieben, die hässlichen Nachzehrer, die man von der Bettkante stößt, anstatt sie zu sich auf die Matratze zu zerren? Die gierigen wandelnden Schlünde, die immer ganz austrinken, weil sie sich mit einem schnellen Schluck für Zwischendurch nicht zufriedengeben? Die kaltherzigen Bestien, die sich Schönheit in wahrhaft grausamer Absicht nähern und sich höchstens aus eisiger Berechnung zwischen allzu bereitwillig gespreizten Schenkeln versenken?
Genug geklagt! Allen, die mit mir leiden, empfehle ich den Besuch einer Ü30-Party in einer Großraumdisco. Wenn man die Augen zu engen Schlitzen zusammenkneift, nachdem die Nebelmaschinen angesprungen sind, kann man sich prima einbilden, es wäre alles wie gehabt.

Moops-P.S. Wenigstens der Autorenkollege Heitz bleibt dem alten Bild des Vampirs treu und geht mit Vampire, Vampire sogar dessen historischen Wurzeln nach. Durchaus lesenswert!

Montag, 24. November 2008

Seuchenzeichen

Moops-Update:

Wir sind weder tot noch verschollen, sondern nur krank.
Anscheinend habe ich trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen eine richtig feine Seuche aus dem Inselkönigreich eingeschleppt... oder sie stammt aus der bayrischen Landeshauptstadt... oder von der Uni...
Auf jeden Fall sind Thomas und ich ziemlich krank (von wehleidig und hypochondrisch mal ganz zu schweigen). Sobald wir gesundet sind, geht es weiter.

Moops Over and Out

Donnerstag, 20. November 2008

Fliegen

In meiner Naivität war ich bisher der Auffassung, Fluggesellschaften sei daran gelegen, ihren Passagieren dahingehend ein Rundumwohlfühl-Paket anzubieten, dass man tunlichst darauf verzichtet, auf Risiken und Nebenwirkungen der Fortbewegung in einem mehrere Dutzend Tonnen schweren, in großer Höhe seine Kreise ziehenden und sich insgesamt recht rasant von A nach B bewegenden Wunder der Ingenieurskunst hinzuweisen. Dem ist nicht so. Abgesehen davon, dass vielen Gästen ohnehin wenig erfreuliche Szenarien über ein verfrühtes Ende der Reise in ausreichender Zahl durch den Kopf gehen, sah sich die Airline, der wir am Montag bei unserer Exkursion in die bayerische Landeshauptstadt unser Leben anvertrauten, offenkundig geneigt, noch ein bisschen nachzuhelfen.
Präsentiert wurde der betreffende Denkanstoß im Bordmagazin, dem ich eine erstaunliche Reihe nützlicher Informationen entnahm:
1. Die hiesige Obrigkeit kann die Zahl von Nachtflügen für Passagierflugzeuge aus Rücksichtnahme auf die Anwohner von Flughäfen reduzieren und gleichzeitig eine größere Zahl von Nachtflügen für Frachtmaschinen gestatten, ohne sich dabei völlig bekloppt vorzukommen.
2. Wenn sie nicht gerade von einem Hurrikan verwüstet wird, ist Jamaika „die Gute-Laune-Insel für das Leben zu zweit“.
3. Eine koberindähnliche Nachzüchtung heißt leider doch nicht „Wankyou“, wie ich zuerst las und was mir kurz Hoffnung gab, ein Genie könne gelebte Sexualität und leckeres Essen endlich einmal geschmackssicher vereint haben. Die gemeinten Bovinen nennen sich schlicht Wagyu, und das ist bedauerlicherweise nicht annähernd ein Viertel so lustig.
4. Mallorca hat jetzt noch einen Golfplatz mehr, den ich nie mit meiner Präsenz behelligen werde.
5. Wer umgehend in Immobilien in Florida investiert, kann vorgeblich echte Schnäppchen machen und mit wagyurindfetten Renditen rechnen.
6. Hier folgt nun der Anschluss an das Obengesagte: Jeder einzelne von uns ist durch Terroranschläge, Brandstiftung und Hackerangriffe aus dem Internet ständig Gefahren von nicht einzuschätzendem Bedrohungspotenzial ausgesetzt. Wie gut, dass Anfang Oktober in Essen eine Messe zum Thema Sicherheitstechnik stattgefunden hat, und wie gut, dass die Redakteure des Bordmagazins humorvoll genug sind, um ihren Lesern unaufdringlich ins Gedächtnis zu rufen, wie schnell die muntere Fahrt übers Wolkenmeer in einem furiosen Finale enden könnte.
Ich denke ernsthaft über eine Aboschaltung nach.

Sonntag, 16. November 2008

Lebenszeichen

Moops-Update:

Wir sind weder tot noch verschollen, sondern nur sehr beschäftigt.
Freitag war ich in London, Thomas (im Geiste) auf einem ganz anderen Kontinent; gestern und heute war ich im Ödland, Thomas (im Geiste) in der Pfalz.
Morgen sind wir ganz real in München - tja, was tun wir da wohl...

Moops Over and Out

Dienstag, 11. November 2008

Prä-Astronautik

Gestern Abend konnte ich mich wider Erwarten doch noch einmal prächtig amüsieren, nachdem bereits zu befürchten stand, mein Tag könne – wie so viele – mit einem sanften Dahindämmern enden, das von Piepsgeräuschen aus diversen Spielekonsolen begleitet wird. Grund meines unerwarteten Amüsements war eine Dokumentation, die der Frage nachging, ob unsere Art irgendwann in grauer Vorzeit einmal Besuch von Wesen aus einer fremden Welt erhalten hat. Wobei die Aliens nichts Besseres zu tun hatten, als sich entweder mittels überlegener Technologie an unseren Genen zu vergreifen oder wahlweise etwas konventionellere Methoden der Gentümpelauffrischung anwandten (sprich, sich mit unseren unglaublich heißen Weibchen paarten).
Eine der behandelten Theorien ging davon aus, dass ET & Co. irgendwo über dem heutigen Reich der Mitte niedergegangen und die heutigen Chinesen letztlich intergalaktisch Mischlinge darstellen. Mein Lieblingsargument zum Untermauern dieser haarsträubenden Annahme, bei der sämtlichen anständigen Greys bestimmt die Analsonden aus den langfingrigen Händchen rutschen: „Heute gibt es über eine Milliarde Chinesen. Warum ist das wohl so?“ Sehr erfrischende Reduktion eines vermeintlich komplexen Sachverhalts auf eine simple Frage.
Ähnliche Beobachtungen/Behauptungen, die Prä-Astronautikern aus dieser grob rassistischen Denkschule gefallen dürften:
- Asiaten vertragen keine Milch (vermutlich weil die Aliens keine Kühe kennen und die armen Viecher deswegen ständig verstümmeln).
- Asiaten wird beim Spielen von Egoshootern schneller schlecht (weil unsere Sternenbrüder aller Wahrscheinlichkeit nach Pazifistenhippies sind).
- Asiaten sehen alle gleich aus (weil man auch den einen Grey kaum vom anderen unterscheiden kann).
- Asiaten haben kleinere Penisse (da ein Riesenprengel im UFO-Cockpit nur hinderlich wäre).
Bei Gelegenheit klopfe ich mal die Szene ab, ob sich jemand findet, der glaubt, die Außerirdischen wären in der Schweiz notgelandet. Das wird sicher auch lustig…

Freitag, 7. November 2008

Dollhouse und wir

Moops-Update:

Es gab eine Zeit, da hatten Thomas und ich sehr viel Freude an den Werken von Joss Whedon. Gerade Buffy hat die Zeit zwar etwas zugesetzt, aber einige Folgen sind noch heute herausragendes Fernsehschaffen.

Dementsprechend gespannt sind wir auf seine neue Serie Dollhouse. Durch Darkstars Fantasy News bin ich gerade über einen neuen Trailer dazu gestolpert:



Man darf also gespannt sein, wobei mich die Anlaufschwierigkeiten schon wieder Schlimmes ahnen lassen.

P.S. Mit etwaigen Geheimprojekten von uns hat das natürlich nur bedingt etwas zu tun.
P.P.S. Apropos Geheimprojekt: Jetzt ist ein weiteres dazugekommen, an dem wir gerade hektisch schrauben.

Moops Over and Out

Donnerstag, 6. November 2008

Hundemenschen versus Katzenmenschen

Nein, das ist kein versteckter Hinweis auf ein neues Projekt. Obwohl… Verdammt, Dietmar Dath beackert das Feld mit Hybridgeschöpfen schon so fleißig, dass der Zug wohl abgefahren sein dürfte.
Egal. Worum es mir eigentlich ging, ist die küchenpsychologisch völlig entfesselte Frage, die einem gerne mal zu gesellschaftlichen Anlässen gestellt wird: „Bist du ein Hundemensch oder eher ein Katzenmensch?“
An diese Auskunftseinholung sind neben einem unsinnigen Hang zu dichotomem Denken seitens des Auskunftseinholenden hohe Erwartungen geknüpft. Mit nur einer einzigen Festlegung droht man, sein Innerstes preiszugeben.
Entscheidet man sich für Antwort A, wirkt man wie jemand, der bedingungslosen Zuspruch braucht und im Grunde seines Herzens von einem minderbemittelten Geschöpf abgöttisch geliebt werden will.
Wählt man Tor 2, gibt man zu erkennen, dass man erwachsen und sittsam mit einer Beziehung umgehen kann, in der beide Partner einander die nötigen Freiräume lassen.
Sofern die Frage, von einem Katzenfreund kommt. Umgekehrt – falls man einem Hundeliebhaber gegenübersteht – sieht die augurenhafte Deutung folgendermaßen aus:
Gibt man Antwort A den Vorzug, erweist man sich als geselliger Typ, dem man völlig unbefangen davon erzählen kann, wie man seinem Schäferhund neulich die Klöten mit Wundsalbe einreiben musste, weil der bedauernswerte Rüde unter einem absonderlichen Ausschlag leidet („Wir haben da so Grasmilben in Verdacht.“)
Schreitet man durch Tor 2, präsentiert man sich als verantwortungsloser Egoist, dem es eigentlich schnuppe ist, ob sein Haustier noch lebt oder bereits im Profil eines Breitreifens klebt.
Ein „Weder noch!“, „Da gibt es keine Präferenzen…“ oder „Ich hasse ausnahmslos alle Tiere.“ wird als Antwort nicht gelten gelassen oder wird als besonders verstörend empfunden (je nach Lautstärke und Gesichtsausdruck).
Das Internet weiß auch in diesem Fall Rat: In Zukunft halte ich es wie Jonathan Ware, schminke mich im Bad eben mal schnell zombieblass und antworte mit einem überzeugenden „I like turtles!“ Dieser Ausspruch eignet sich im Übrigen als Erwiderung auf eine Menge Fragen:
Kaffee oder Tee?
Sehe ich in diesem Kleid fett aus?
Mit oder ohne Gummi?
Warum dieser schwarze Rollkragenpullover?
Woher nehmen Sie Ihre Ideen als Autor?
Fürs nächste Interview fühle ich mich nun jedenfalls bestens gewappnet…

Dienstag, 4. November 2008

Esoterische Schokolade

Milka hat’s getan. Sie haben Schokolade mit New Age gepaart. Herausgekommen sind dabei vier Sorten, die nach den klassischen Elementen benannt sind: Feuer, Wasser, Erde, Luft. Mit drei von diesen vieren lockt man keinen Schokofreak mehr hinterm Ofen vor.
Feuer ist – wie könnte es auch anders sein? – heiß im Sinne von scharf. Dieser Effekt wird erreicht, indem man die mittlerweile echt angestaubte Nummer durchzieht, Chili beizumengen. Scharfe Schokolade – total crazy!
Luft besteht aus weißer Schokolade (weil Weiß wahrscheinlich nicht so schwer aussieht wie Braun), die man mit eingeschlossenen Luftbläschen aufgepumpt hat. Noch konsequenter wäre gewesen, schlicht und ergreifend eine leere Packung zu verkaufen.
Erde stellt sich als uninspirierte Nougat-Krokant-Geschichte dar, für die schon diese kurze Erwähnung eigentlich zuviel Lob bedeutet.
Wasser indes ist der Knaller! Mutig, pervers, subversiv! Abgesehen davon, dass Wassermelone als Geschmacksrichtung für Schokolade eine echte Überraschung darstellt (Kartoffelpüree oder Räucherlachs wären würdige Nachfolger), wurden der Füllung winzige Bröckchen beigemengt, die bei Genuss auf der Zunge zerplatzen. Wer sich noch an Magic Gum (vulgo: Knallbrause) erinnert, kommt hier also voll auf seine Kosten! Was die Minidetonationen mit Wasser zu tun haben, bleibt jedoch das Geheimnis des Herstellers. Ich deute das forsch als kluges Hinterfragen der eigenen Grundkonzeption, da man intuitiv Knistern womöglich eher mit Feuer in Verbindung gebracht hätte.
Jedenfalls lässt sich diese Idee mühelos auf viele andere Produktgruppen übertragen. Ich rechne in Bälde mit:
- Feng-Shui-Fertiggerichten,
- energetisch aufgeladenem Rasierschaum,
- sauber ausgependelten Anlageoptionen mit garantiert hoher Renditechance (falls es die nicht schon längst gibt),
- sowie auf anthroposophischem Gedankengut basierendem, rechtsdrehendem Joghurt (völlig ohne rechte Winkel!).
Ein Hoch auf unsere Welt, in der wir all unser Handeln rational gestalten!

Samstag, 1. November 2008

Hofberichterstattung von der Premierenlesung

Am Donnerstag war es soweit: Die Zwerge von Amboss wurden der interessierten Öffentlichkeit aufgezwängt. Tatort dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit war die Villa Verde in Hamburg, ein gar entzückendes Etablissement, wo erlesenste Weine erstanden werden können – sofern nicht gerade eine Veranstaltung stattfindet, die den kulturellen Horizont der Hanseaten erweitern soll.
Die Nervosität zwischen Ole und mir war ausgesprochen ungleich verteilt: Mein Co-Autor und Lebenspartner erweckte den Eindruck, als warte er auf seine freundlicherweise von eigener Hand vorbereitete Hinrichtung. Da kam es ihm sicherlich besonders gelegen, dass uns am Donnerstagmorgen der Anruf erreichte, es habe in der Villa Verde einen Wasserschaden gegeben und die Lesung müsse ausfallen. Ein köstlicher Scherz, der pochende Herzen ungemein beruhigt. Für Außenstehende war diese Nervositätsverteilung übrigens nur schwer zu erkennen: Sobald die ersten Gäste eintrudelten, schaltete er in seinen bewährten Jovialitätsmodus und wirkte reichlich unbekümmert. Ich hingegen streifte vor dem Haus auf und ab, um mir ein Lungenbrötchen nach dem anderen reinzuhelfen. Kein Wunder – Ole sollte ja auch nicht lesen, denn diesen Teil der Show hatte ich zu übernehmen.
Gegen 19 Uhr konnten wir dann aber beide beruhigt sein: Das Tamtam hatte sich offenbar gelohnt. Die Butze wurde so voll, dass noch zusätzliche Sitzgelegenheiten aus dem Keller hochgeschafft werden mussten – und nun zahlte es sich aus, dass ich vor der Tür herumstand. Ole ist aber sowieso der kräftigere in unserem Gespann, und Bierbänketragen steht ihm gut zu Gesicht.
Moralischen Rückhalt boten uns übrigens einige unserer verehrten Kollegen aus dem Montségur-Autorenforum, die ebenfalls zugegen waren und der Dinge harrten, die da kommen sollten.
Zunächst bereitete uns die bezaubernde Friedel Wahren, die Piper eigens aus München in den hohen Norden geschickt hatte, ein reizendes Entree. Sie plauderte in ihrer unvergleichlich charmanten Art ein wenig aus dem Nähkästchen: Wer glaubt, die Fantasy hätte heutzutage einen schweren Stand, wurde rasch eines Besseren belehrt. Nicht mal eine Sklavin auf den Oberschenkel brandmarken durfte man damals, ohne dass es Ärger gab… verrückte Zeiten!
Nachdem mir gleich noch mit Verweisen auf aktuelle Trends in der sogenannten Hochliteratur ein extraschwerer Mühlstein um den Hals gehängt wurde, mussten sich all meine Zungenlockerungsübungen bewähren. Ich bin ganz dreist mit dem Prolog eingestiegen, um anschließend noch eine Szene mit einer extrem vorurteilsbehafteten Zwergin dranzuhängen. Wenn ich dabei allerdings auf Oles blockwartmäßiges Raunen von wegen „Das wird jetzt zu lang!“ gehört hätte, wäre die Graubärtin gar nicht mehr zu Wort gekommen und einige Lacher ausgeblieben.
Als nächstes folgte die Vorstellung unseres Buchtrailers, in deren Anschluss wir die ebenfalls anwesenden Macher in Sachen Bild und Ton angemessen loben konnten. Ehre, wem Ehre gebührt!
Powerpoint-Karaoke ist in, und da wir schreckliche Trendhinterherhechler sind, belästigten wir unsere Gäste zehn Minuten mit der Entstehungsgeschichte unseres ehrgeizigen Projekts. Ich kann jedoch ruhigen Gewissens behaupten, dass wir auch die Rückschläge nicht ausgespart haben – für ein absolutes Abfeiern unserer Ergüsse im Stile einer waschechten Produkteinführung fehlt uns noch die Kaltschnäuzigkeit, mit der man selbst mitten in einer Finanzkrise die Leute dazu verleitet, ihr sauer Verdientes oder heimlich Gespartes auch noch in den wirklich allerletzten Dreck zu investieren.
Für Teil Zwei der eigentlichen Lesung hatte ich mir in voller Absicht Abschnitte aus Kapiteln herausgepickt, die nicht ganz so fröhlich daherkommen. Das tat der guten Laune in der anschließenden Pause keinen Abbruch – und es gab ein gar köstliches Buffet, von dessen Leckereien ich aufgrund der Tatsache, dass ich mich nicht überfressen wollte, nur hier und da kostete. Es hätte mir als kalkuliert-mitleidheischender Akt ausgelegt werden können, hätte ich mich im dritten Teil vor Aufregung heftig übergeben – und einem solchen Vorwurf wollte ich mich unter keinen Umständen aussetzen.
Das Ende des offziellen Teil des Abends nahte: Wir beantworteten noch einige kluge Fragen zu Themen wie „Ist die Verwendung des Begriffs ‚Halbling’ überhaupt politisch korrekt?“ und „Wie die Verfilmung vom Herrn der Ringe für einen obskuren Authentizitätswahn beim Liverollenspiel geführt hat“ und signierten erstandene Bücher. Ich denke ernsthaft über die Anschaffung eines Hörgerätes nach, weil ich den Namen eines meiner Gäste mit einem ‚H’ anstelle eines ‚R’ versehen habe. Glücklicherweise nahm es der Betreffende mit Humor. Optional könnte ich mich für die Einführung standardisierter Namen starkmachen: Alle Männer könnten fortan entweder Chuck oder Jean-Claude heißen (je nachdem, für welchen Actionstar sie sich eher begeistern); die Damen teilen bitte Michaela und Simone unter sich auf (zwei der Vornamen meiner Schwester, die ich mir einigermaßen gut merken kann); für alle Unentschlossenen bliebe das geschlechtlich mehr oder minder unbestimmte Kay bzw. das schlichte, unkomplizierte Hedu.
So. Nach diesem Abschweifen, um die eigene Doofheit zu rechtfertigen, bleibt mir nur noch, mich bei allen Anwesenden für ein Erlebnis zu bedanken, das unvergessen bleiben wird, sofern mich nicht die in meiner Familie recht weitverbreitete Altersdemenz heimsucht (wobei ich als Freizeitoptimist auf die Kreativität der Pharmaindustrie baue, die mich vor diesem Schicksal mit etwas Glück verschont).

Freitag, 31. Oktober 2008

Buchtrailer

Moops-Update:

Nachdem wir gestern bei der Premierenlesung den Buchtrailer vorgestellt haben, findet man ihn jetzt auch auf der Homepage (und auf YouTube) - oder direkt hier:



Alternativ kann man auf der Download-Seite der Zerrissenen Reiche-Sektion auch verschiedene Versionen des Trailers herunterladen und anschauen. Auf jeden Fall den Ton an!

Viel Spaß! Kommentare sind natürlich herzlich willkommen.

Moops Over and Out

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Kleidungsfragen

Neulich hat mich eine gute Bekannte gefragt, ob ich den Cordanzug, in den ich mich für die Autorenfotos geworfen habe, auch bei der Premierenlesung für die Zwerge tragen würde. Falls ja, müsste ich ihn anschließend immer anziehen, sobald ich mich in der Öffentlichkeit zeige, weil das dann ja mein Markenzeichen wäre.
Interessant. Was vermittelt so ein Cordanzug? Biederkeit oder postmoderne Koketterie mit dem Prinzip der Biederkeit (was allerdings auch schon wieder … na ja … bieder wäre)? Ist der Anzug zu braun und bringt mir vielleicht einen komplizierten Ruf ein, was meine politischen Überzeugungen anbelangt?

Alternativen als Markenzeichen wären:
1. ein fluffiger, mit Glitzerfäden durchwebter Schal. Vorteil: Mir wird bei keiner Lesung kalt. Nachteil: Sieht zu sehr nach David Bowie in den Siebzigern oder einem echt heruntergekommenen Sugar Daddy aus, der es noch mal wissen will.
2. ein ausgestopftes Schnabeltier. Vorteil: Ich bekäme doch noch das trendige Accessoire, mit dem ich mich ursprünglich auf dem Autorenfoto ablichten lassen wollte. Nachteil: Das Präparat nähme bei einer Reise zu viel Kofferplatz in Anspruch.
3. eine großflächige Gesichtstätowierung. Vorteil: Man würde mir eventuell abnehmen, wenn ich behaupte, mir wäre völlig wurscht, was andere über mich denken. Nachteil: Das kriege ich bis zur Lesung nicht mehr hin, weil das bis dahin nicht ordentlich abheilt.
4. zwei Pfund Gehacktes, das ich ins Publikum schleudere, falls ein Handy klingelt. Vorteil: Bleibt alles ruhig, kann ich die jeweilig aktuelle Ladung Gehacktes bei der nächsten anstehenden Lesung verwenden, was den dramatischen Effekt noch einmal steigert. Nachteil: Ärger mit meiner Haftpflichtversicherung.
5. ein Bolzenschussgerät vom Schlachthof, mit dem ich es zufällig ausgewählten Zuschauern erspare, weiterhin in einer Welt leben zu müssen, in der Frauen im Durchschnitt für die gleiche Arbeit schlechter entlohnt werden. Vorteil: Neben der Einbindung einer gewitzten Referenz an den von mir hochgeschätzten Cormac McCarthy in meine Auftritte würde mich Alice Schwarzer vielleicht mal auf ein Tässchen Tee einladen, obwohl ich Schwanzträger bin. Nachteil: Mein Zusammentreffen mit Frau Schwarzer müsste unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, da es gar nicht so leicht ist, eine Dreherlaubnis für die Geschlossene zu erhalten, wie uns das Fernsehen glauben machen will.

Es bleibt also beim Cordanzug. Vorerst…

Dienstag, 28. Oktober 2008

Lesen in der Einkaufspassage – geht das?

Ja. Habe ich gestern gemacht. Oder präziser: Ja, ich habe gestern andere Menschen mit meinem Geschreibsel belästigt. Freundlicherweise wurden mir hierzu eine Bühne und ein Mikrofon zur Verfügung gestellt.
Und eine ganz bezaubernde Assistentin namens Isabelle, die mir den Aufenthalt im Tempel des Konsums erheblich versüßt hat.
Die versprochenen Sportstars gab es nicht, dafür draußen aber regnerisches Wetter sowie drinnen absolutes Rauchverbot und keinen Tabakwarenladen. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Herren Sportler dann doch zu fein waren, sich gemeinsam mit heruntergekommenem Gesindel wie Autoren in der breiten Öffentlichkeit für eine gute Sache zum Affen zu machen, hätte ich eigentlich nicht aus meinem Fußballverschwörungskrimi lesen müssen. Andererseits wäre ich bei einem solchen Verzicht nicht zu der Erkenntnis gelangt, dass Worte wie ‚Schwanz’ und ‚pissen’ selbst nach Frau Roches Büchlein noch immer eine gewisse Schockwirkung besitzen, wenn man sie nur laut genug ausspricht (erwähnte ich das Mikrofon?). Gut, es ist weder jemand in Ohnmacht gefallen noch gab es entsetzte Schreie oder empfindsame Seelen, die sich nach der Nennung dieser Schmuddelwörter die Ohren blutig gekratzt hätten. Aber kurzes Zusammenzucken und verstohlene Blicke nach allen Seiten hin, das gab es beides sehr wohl. Falls sich mir eine vergleichbare Gelegenheit demnächst noch einmal bietet, lese ich meine Kurzgeschichte „Fickpisse“ und schaue, was passiert. Wäre doch gelacht, wenn ich es nicht schaffe, mal irgendwo hinausgeworfen zu werden…
Nun zu erfreulicheren Dingen: Wir haben fleißig an einem Trailer für die Zwerge gebastelt, der bald online gehen wird. Überdies trudeln nach und nach die ersten Rezensionen zum Buch ein, und ich muss sagen, dass es schön ist, wenn dort Begriffe wie „Parabel“ verwendet werden, die man selbst aus wahrscheinlich falscher Bescheidenheit selbst nie über die Lippen gebracht bzw. in die Tastatur getippt hätte. Das fühlt sich sehr, sehr gut an – ungefähr so, wie dass der neue Hamburger Tatort doch nicht so bahnbrechend ist, wie es das Feuilleton behauptet hat.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Deutschland liest

Eine steile Behauptung, wenn man den notorischen Kulturpessimisten glaubt, deren augurenhaftem Auseinandergepflücke der Eingeweide unserer Gesellschaft nach der Untergang des Abendlandes so ungefähr kommenden Dienstag gegen viertel vor drei am Nachmittag jetzt aber wirklich und hundertprozentig sicher ansteht. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, habe ich mir bereits einen TÜV-geprüften Rettungsring besorgt, damit ich in der verbleibenden barbarischen Ursuppe oben treiben kann – sofern sich nicht Millionen von prekariatsstämmigen Analphabeten ohne Sinn für das vermeintlich Schöngeistige an meinen Beinen festklammern und mich mit hinab in die Tiefe reißen.
Vorher muss ich aber schnell noch die Aktion unterstützen, deren Titel zugleich der Titel dieses Postings ist. Bundesweit wird eine radikal-subversive Strategie gefahren, um den mündigen Bürger dort draußen mit dem Lesen zu konfrontieren: Interessierte Autoren setzen sich an prominenter Stelle – in meinem Fall ist das die schillernde Europa Passage in der Hamburger Innenstadt – den Blicken der angeblich so lesefaulen Öffentlichkeit aus. Aufmerksamkeitserregung soll dabei nicht durch Bekleidungsverzicht oder hysterisches Schreien befördert werden, sondern durch präzis abgefeuerte Textsalven.
Da als Ehrengäste allerorten erfolgreiche Olympioniken erwartet werden, die als Meineidersatz wenigstens andeuten sollen, dass sie gelegentlich ein Buch zur Hand nehmen, sobald sie ihren Hammer geworfen, einen Marathon gelaufen oder ihre Tore in diversen Ballsportarten gemacht haben, habe ich meinen Fußballverschwörungsthriller Endspiel: Das Runde im Eckigen entstaubt. Ich werde also am Montag von Bühne zu Bühne hetzen, um denen, die mir Gehör schenken, glaubhaft zu versichern, dass wir in Sachen WM-Berichterstattung 2006 einer Lüge aufgesessen sind und die wahren Vorgänge von schattenhaften Gestalten mit besten Kontakten zu den Medien sorgsam verschleiert wurden. Erinnert sich wirklich niemand mehr außer mir an den Stromausfall beim Finale Deutschland-Italien, der zum Abbruch der Partie führte? Was? Deutschland-Italien soll eine Halbfinalbegegnung gewesen sein? Unsere Elf konnte die Partie nicht für sich entscheiden? Lügen, alles Lügen… Wer wissen will, wie es tatsächlich gewesen ist, kommt am besten in der Europapassage vorbei. Anpfiff ist um 16 Uhr 30.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Auch Vampire feiern Weihnachten

Bei der Pirsch durch diverse Buchhandlungen fiel mir etwas ins Auge, was nur ein bisschen wehgetan und mich glücklicherweise daran erinnert hat, dass dieser Tage gleich noch ein Buch bei Piper erscheint, in dem ich mich austoben durfte. In diesem Fall war es allerdings kein Marathon, sondern nur die von mir heißgeliebte Kurzstrecke. Auf Deutsch: In Das Fest der Vampire, dem diesjährigen Kurzgeschichtenband von Piper zum Thema ‚Fleischwerdung des Heilands’, findet sich eine Erzählung von mir. Sie hört auf den schönen Namen „Horch was kommt von draußen rein“, und es ist ein sehr entspannendes Gefühl in einer Sammlung mit Leuten wie Terry Pratchett, Michael Peinkofer, Thomas Finn, David Wellington usw. vertreten zu sein. Ist was ganz Besinnliches für den Gabentisch, sofern man unter Besinnlichem Blutsaugen und ähnliche Verweise auf sexuelle Kontakte versteht…

Moops-P.S. Passend dazu gibt es dann auch eine Weihnachtslesung am 18.12. von Thomas gemeinsam mit Tom Finn und Karl-Heinz Witzko. Stattfinden wird die Lesung in der Villa Verde.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Es ist da!

Es wiegt nur 526 g und ist gerade mal 19 cm groß. Wir hoffen trotzdem, dass es wächst und gedeiht. Es hört auf den schönen Namen Die Zwerge von Amboss und ist passenderweise schlumpfeisblau.
Für alle, die sich gerne spoilern lassen, hier die jeweils letzten Worte der 33 Kapitel sowie des Prologs als auch des Epilogs:

Ewigkeit
sucht
naht
Versen
kannst
wirken
überstehen
schien
lag
Futter
seid
schwimmen
galt
Menge
hat
hast
können
Götter
Schmied
Machte
Einfall
ist
können
Ahnung
tanzten
gepisst
war
Flanken
kannst
waren
zusammen
musste
waren
würde
erhalten

Na, Lust bekommen? Sicher, nicht ganz so eindrucksvoll wie der Hype um das schlichte „Narbe“, das im letzten Potter-Bändchen dann doch noch geändert wurde, aber immerhin…
Beim Überfliegen der Liste schleicht sich Trauer in mein Herz, dass ich als alter Fäkalerotiker nur ein einziges Mal ein Kapitel mit einer Ausscheidungsreferenz zu beenden vermochte. Vielleicht beim nächsten Buch.

Moops-P.S. Relaunch der Web-Site ist theoretisch abgeschlossen. Wer doch noch einen Fehler findet, bitte an Thomas oder mich eine Nachricht schicken.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Das geschmähte Medium

Es ist derzeit sehr in Mode gekommen, Kritik an der Qualität des Fernsehprogramms zu üben. Dies steht dank unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zunächst jedem Bürger frei, und auch der Umstand, dass viele sich berufen fühlen, etwas zur laufenden Diskussion beizutragen, ohne den Gegenstand selbiger näher zu kennen, ist vom Überraschungspotenzial her eher ein winziger Mückenfurz als ein in liebevoller Kleinarbeit gebastelter Sprengsatz aus zwei Dutzend großkalibrigen Chinaböllern.
Es nervt dennoch. Es nervt sogar gehörig.
Denn immerhin gibt es keine Männer mit kantigen Kiefern und kräftigen Pranken, die in deutsche Wohnzimmer eindringen und einen mit vorgehaltener Waffe zwingen, den Fernseher einzuschalten (auch das ein Pluspunkt der bereits erwähnten freiheitlich-demokratischen Grundordnung). „Halt, Halt!“, wirft nun so mancher vielleicht ein. „Ich zahle doch GEZ-Gebühren. Da kann man wohl wenigstens von den Öffentlich-Rechtlichen Qualität verlangen.“ Kann man womöglich, aber das Leben ist weder Ponyhof noch Wunschkonzert. Abgesehen davon, dass – man höre und staune – nicht einmal der Besitz eines TV- oder Radiogeräts von staatlicher Seite gesetzlich vorgeschrieben ist und man insofern die GEZ-Gebühren in letzter Konsequenz freiwillig zahlt (3:0 für die FDG [freiheitlich-demokratische Grundordnung]!).
Gut, nun ist der Prozentsatz begeisterter Ludditen, die am liebsten in einer Waldhütte ohne Strom und fließend Wasser leben würden, innerhalb der deutschen Bevölkerung beschreienswert gering; wäre er höher, wäre auch mehr Platz in der S-Bahn oder im Bus oder überhaupt auf der Straße…
Wie also umgehen mit diesem Dilemma?
Ich empfehle Heiterkeit bei der Beziehungsführung mit dem Medium Fernsehen. So in die Richtung: „Betrachten wir die ganze Chose als großangelegtes dadaistisches Experiment!“ Belege, dass wir es mit einem solchen zu tun haben, gibt es zuhauf, um nicht zu sagen: zu hundehauf. Denn erst unlängst wurde ich Zeuge, wie Florian Silbereisen in einer seiner auf das ältere Zuschauersegment angepassten Sendungen zwei pelzige Vierbeiner vermählte. Das macht Hoffnung: Wenn man bedenkt, dass es die Altvorderen akzeptieren, wie Köter sich das Ja-Wort geben (bzw. es ihnen von einem subversiven Moderator gegeben wird), spricht vieles dafür, dass man ihnen in zwei, drei Jahren präsentieren kann, wie ein Mann seinen Hund heiratet oder umgekehrt. Frauen und Katzen, die einander in zärtlicher romantischer Liebe verbunden sind, müssen sich wahrscheinlich noch ein wenig länger gedulden, weil Sätze wie „Ich liebe meine Muschi, obwohl ich sie jeden Abend bürsten muss“ sich in Romanen von Charlotte Roche besser lesen, anstatt sie als Aufmacher für eine rührselige Homestory in der Gala zu verwenden.
Wem die Sache mit dem dadaistischen Experiment zu verkopft ist und diesen Ansatz von sich wirft wie einen nichtangenommenen Preis, dem kann selbstverständlich auch geholfen werden. Fernsehen – und hier hauptsächlich der schwarze Schimmel, der zum neuen Schlachtross der Sender ausgerufen wurde: Reality-TV – befriedigt auf vorzüglichste Weise unsere verruchtesten voyeuristischen Neigungen: Allerorten schieben sich mehr oder minder formschöne Kostbarkeiten in weit gespreizte Lippen (Das perfekte Dinner), lassen sich blutjunge Mädchen aus Osteuropa von älteren, gutsituierten Herren in grellem Scheinwerferlicht erniedrigen (DSDS) oder Damen mit gouvernantenstrengem Blick unternehmen den Versuch, eine außer Rand und Band geratene Rasselbande auf die stille Treppe zu schicken (nein, nicht Die Super-Nanny; die Rede ist von Anne Will).
Fernsehen leistet also etwas, was sonst nur große Kunst vermag: Es rüttelt auf, ist Spiegel und Schlüsselloch zugleich und legt den Finger lustvoll selbst noch in die schwärendste Wunde. Nun müssen wir nur noch alle lernen, das Schöne im Schrecklichen zu sehen.

Freitag, 17. Oktober 2008

Wie ich Herrnfrau G. glücklich machte

Unlängst habe ich beim Herumlungern in einer Buchhandlung eine faszinierende neue Bekanntschaft gemacht. Während ich neugierig die Novitäten aus den Bereichen Erotik, Selbsthilfe und Kleintierzucht beäugte, fiel mir unvermittelt eine Person auf, die ziellos zwischen den Regalen, Tischen und Bastian-Sick-Aufstellern umherirrte. Sie war von mittlerer Größe, im besten Alter und besaß keine besonderen Kennzeichen – nicht einmal ein lippenzierendes Muttermal oder einen propagandaministergeeigneten Klumpfuß. Einzig ihr merkwürdiges Gebaren machte sie bemerkenswert – der verschämte, schlurfende Gang; der fahrige Blick, der zwischen den Druckerzeugnissen und den Menschen, die sie feilboten, hin und her wanderte; der Rücken gebeugt von einer unsichtbaren, aber gewiss tonnenschweren Last…
Als Superheld begriff ich sofort: „Hier ist Zivilcourage gefragt!“
Ich eilte bürgerpflichtbewusst an die Seite der jämmerlichen Gestalt und bot ungefragt meine Hilfe an. Selbst diese Annäherung brachte keine weiterführenden Erkenntnisse, welchem Geschlecht dieser fleischgewordene Ruf nach Orientierung, Stütze und Mitgefühl zuzurechnen war. Judith Butler jedenfalls hätte ihre wahre Freude daran gehabt, doch ich will mich vor Abschweifungen hüten.
Herrfrau G. stand vor einem interessanten Problem: Es zweifelte an seiner Integrität und – falls ich sein von einem Hauch von französischem Akzent umflortes Gemurmel zutreffend gedeutet haben sollte – gar an seiner Existenz. Es verfiel in eine weinerliche Beschwörung einer fernen Vergangenheit, in der es derlei beunruhigende Gedanken noch nicht umgetrieben hatten. Damals, so Herrfrau G., habe man noch Respekt vor seiner äußeren Erscheinung gehabt und zahllose Bewunderer und Bewunderinnen hätten es so angenommen, wie es war. Heute, klagte Herrfrau G., gäbe es zu viele Schmutzfinken ohne Anstand und Moral, die des nächtens in sein behagliches Heim eindringen, um ihm lustige Hüte aufzusetzen, einen falschen Bart anzukleben oder seine Hand in eine Tupperschüssel mit warmem Wasser zu tauchen, damit er vom eigenen Harn besudelt erwachte.
Obwohl Herrfrau G. einen ranzigen Geruch verströmte und ich mich in der S-Bahn wahrscheinlich nicht aus freien Stücken neben es gesetzt hätte, legte ich den Arm um seine spitzen Schultern und führte es dorthin, wo es meiner bescheidenen Meinung am glücklichsten werden würde: zum Heftchenromanständer vor dem Kiosk um die Ecke. Dort, wo der Arztroman noch Arztroman sein darf, wo allein durch die jeweilige Berufs-, Standes- oder Tätigkeitsbezeichnung der Protagonisten scharf umrissen wird, was einen erwartet (sei es nun „G-Man“ oder „Geisterjäger“) und wo Überraschungen, die sich aus der Dreistigkeit der Jugend ergeben, allerlei zusammenzuwerfen, was nicht zusammengeworfen gehört, Herrnfrau G. nicht in Angst und Schrecken versetzen können.
Ich habe vorhin eigens noch einmal nachgesehen, wie sich Herrfrau G. in seinem neuen Daheim eingerichtet hat. Zu Fuß des Ständers auf einem Heizkissen aus alten Heilsarmeebeständen fand ich ihn trägekatzenfriedlich schnurrend vor, und ich gab mich ganz dem wohligen Gefühl hin, wieder einmal die Welt gerettet zu haben (was einzig mit der Freude zu vergleichen ist, die erste eierlegende Wollmilchsau aus eigener Zucht auf einer Landwirtschaftsmesse präsentieren zu dürfen).

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Interviews ohne Ende

Moops-Update:

Eine bezaubernde "Vorableserin" und Nachwuchsautorin hat bei uns angefragt, ob sie ein Interview mit Thomas führen kann. Wer kann jungen Damen schon einen solchen Wunsch abschlagen? Wir auf jeden Fall nicht.

Hier geht's zur Seite von Lilly Berry (besagter "Vorableserin").

Und hier geht's auch direkt zum durchaus interessanten wie informativen Interview.

Viel Spaß beim Lesen!

Moops Over and Out

Dienstag, 14. Oktober 2008

Kein Autor ist eine Insel

Zugegeben: Manche Autoren werden beim Insel Verlag veröffentlicht, doch das ist nicht dasselbe. Worauf ich mit dieser kurzen Verneigung vor Simmel und Donne hinaus will, ist der Umstand, dass man als Autor auf eine ganze Riege von freundlichen Mitmenschen angewiesen ist, die einem die Arbeit erleichtern und/oder möglich machen. Keine Angst: Es folgt an dieser Stelle nicht die zu befürchtende Lobeshymne auf meinen geschätzten Co-Autor und Sekretär. Ich möchte mich hier lieber einigen unbesungenen Helden zuwenden:
Zuvörderst seien die Lektoren bei Piper genannt, die den Zwergen von Amboss erst die Pforten zum Buchmarkt aufgestoßen haben: Carsten Polzin und Kerstin Claussen. Ersterer überzeugt nicht nur durch seinen hervorragenden Geschmack, was Kleidung, Frisur und Schuhwerk angeht; sein sicheres Gespür für Plotverläufe und Figuren hat dafür gesorgt, dass der Bestienjäger Siris von Wolfenfurt auch im zweiten Teil des Buches nicht zu kurz kommt – ohne Carsten Polzin gäbe es weder den Kanalligator unter Stahlstadt noch unsere persönliche Hommage an Angel Heart.
Kerstin Claussen leistete gemäß des zwergischen Ideals größtmöglicher Sorgfalt Dienste von unschätzbarem Wert. Dank ihr bleibt die geographische Integrität unserer Welt bis auf Weiteres gewahrt. Mehr noch: Sie gehörte zu den ersten, die uns versicherte, dass der bereits genannte Siris von Wolfenfurt eigentlich ein recht liebenswürdiger Kerl ist. Dies wiederum ließ mich kurz meine Berufswahl überdenken, da Männer, die mit einem Gewehr umzugehen verstehen und Tagebuch schreiben, unter Umständen doch besser ankommen als verweichlichte Schreiberlinge (Papa Hemingway lässt grüßen…).
Nicht weniger fruchtbar war unsere Zusammenarbeit mit Ralf Reiter. Als Kürzungen am Buch anstanden, um die verbliebenen Waldbestände dieser Erde und die Nerven unserer Leser zu schonen, wälzten wir diese Aufgabe aus feiger Betriebsblindheit für das eigene Geschreibsel an Ralf ab. Mit der Präzision eines plastischen Chirurgen entfernte Ralf überflüssiges Gewebe, und selbst wenn man dem Roman unter die Brüste schauen könnte, entdeckte man dort keinerlei Narben.
Alle drei genannten Lektoren sind der lebende Beweis, dass einen brauchbaren Vertreter ihrer Zunft mehr ausmacht als die Bereitschaft und Befähigung, Tippfehler zu finden (wie es der Volksmund bedauerlicherweise häufig sagt). Ein eingereichtes Manuskript entspricht nämlich noch lange nicht einem fertigen Buch (wie es so manch aufstrebender Jungschriftsteller vermutet).
Und gleich noch eine Binsenweisheit, die in die Welt hinausgeschrien gehört, hinterher: Ein Verlag besteht nicht nur aus Lektoren. Weiterer Dank gebührt den Menschen bei Piper, die dafür garantieren, dass eine Veröffentlichung auch wahrgenommen wird:
Birgit Bujard zeigte jedes Mal sympathisch-stoische Ruhe, wenn wir sie mit einem neuen Einfall belästigten (wir vermuten, sie schöpft diesen Gleichmut aus der unfassbar hochqualitativen Mucke, die sie in der Regel konsumiert). Monika Dobler mag zwar ein Krimi-Fan sein, aber sie stand trotzdem auch uns als Fantasy-Autoren immer hilfreich und freundlich zur Seite. Last but never least: Monika Reile, die "Herrin der Lesungen" - ohne sie kämen wohl nicht soviele aktuelle wie kommende Leser in den fragwürdigen Genuss, den Moops und mich einmal live zu erleben.

Montag, 13. Oktober 2008

Internet-Offensive

Moops-Update:

Puh, unsere Aktivitäten im Internet greifen um sich!

Auf Vorablesen kann man jetzt doch glatt eine Textprobe in Augenschein nehmen. Wenn man sich dann noch registriert, kann man auch einen "Leseeindruck" verfassen. Unter den Schreibern der Leseeindrücke werden dann wohl eine ganze Menge Bücher verlost. Also: Wer schon immer kostenlose Bücher wollte und Lust hat, in "Die Zwerge von Amboss" oder ganz was anderes hineinzuschnuppern, sollte sich die Seite auf jeden Fall mal anschauen.

Der überarbeitete Web-Auftritt von Thomas ist gerade online gegangen. Leider hat unser Webdesigner sich eine Grippe oder ähnliches eingefangen, weshalb noch einige der Inhalte fehlen. Aber die kommen, sobald er genesen ist (Ende dieser, vielleicht aber auch erst Anfang nächster Woche).

Es gibt zudem noch ein paar kleinere Probleme mit 1&1, so dass die Seite umgeleitet werden muss und "zwischengehostet" wird (wie man wohl auf Neudeutsch sagt). Aber schön ist sie trotzdem geworden.

Viel Spass beim Lesen und Seite durchstöbern!

Moops Over and Out

Samstag, 11. Oktober 2008

Gesucht wird:

Ein Buch.
Es ist circa eine Hand lang, einen Zeigefinger breit und drei Daumen dick.
Farblich herrscht ein dezentes Blau vor, und vorne drauf ist ein rothaariger Zwerg mit Wumme.

Es ist käuflich und steigt für gerade mal 9 Euronen sogar mit einem in die Badewanne (unabhängig von wuchernder oder schlecht gestutzter Körperbehaarung, Rettungsring oder Arschgeweih). Auch für andere Sauereien ist es zum gleichen Preis zu haben.

Da ein visueller Eindruck mehr sagt als 30 Worte, hier zwei Phantombilder:


Unser Belegexemplar von Die Zwerge von Amboss, das soeben bei uns eingetrudelt ist, fühlt sich furchtbar einsam. Derjenige, der uns eine Mail mit einem Foto zukommen lässt, auf dem ein Stapel Geschwisterlein unseres traurigen Schatzes möglichst einfallsreich abgebildet ist, erhält ein Geschenk von uns (Verhandlungsbasis: ein von uns signiertes Exemplar des zweiten Bandes der Reihe – Die Ordenskrieger von Goldberg –, der im Frühjahr 2009 erscheint sowie der Tausch des gerade gekauften ersten Bandes gegen eine signierte und persönlich gewidmete Ausgabe).

Die Bundeshatz kann ab dem 22.10. beginnen.

Moops-P.S. mit Legal-Mumbo-Jumbo
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, diese Aktion gilt vom 22.10.2008 bis 11.11.2008. Es zählt der Datumsstempel der Email in unserem Postfach. Die Gewinner werden per Email benachrichtigt. Ebenfalls von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter des Piper-Verlags, von Buchläden oder Journalisten (da die ja relativ leicht so ein Foto machen können).
Alle Emails sind zu richten an: gesucht (at) im-plischke (punkt) de.
Bei besonders flinken Einsendungen behalten wir uns vor Sonderpreise zu vergeben.

Moops-P.P.S. mit wichtigem Nachtrag
Nach Einwurf von Internet-Veteranen haben sich die Regeln etwas verändert. Das Geschenk kriegt die (nach unserem Ermessen) einfallsreichste und/oder schönste Einsendung. Es können auch mehrere Einsender prämiert werden! Man kann mehrere Einsendungen machen, aber es gilt in diesem Fall nur die unserer Meinung nach Beste eines Einsenders.
Sonderpreise können die flinksten und abwechslungsreichsten (bei mehr als einer Einsendung) Einsender bekommen. Mit der Einsendung stimmt der Teilnehmer einer Abbildung des Fotos auf Internetseiten (wie diesem Blog oder Thomas' Seite) sowie einer Nennung seines Namens und Internet-Nicks zu. Etwaige auf dem Foto abgebildte Personen müssen dieser Abbildung ausdrücklich zugestimmt haben, die Haftung dafür trägt der Einsender. Foto-Collagen und Nachbearbeitungen sind von der Teilnahme ausgeschlossen, außer sie sind RICHTIG einfallsreich und können sich damit für einen Sonderpreis qualifizieren.
Ach ja, volljährig und aus Deutschland sollten alle Einsender auch sein!
Danke an die Bibliotheka Phantastika-Forumiten für die Tipps.
Jetzt besser?

Freitag, 10. Oktober 2008

Gehört, gehört

Gehört haben die meisten von uns ein Hörspiel bestimmt schon mal – und wenn es nur Die drei ??? waren. Wie viele Angehörige seiner Generation verbindet mein Leitstern A in nostalgischer Verklärtheit ekstatische Entrückungszustände mit Serien wie John Sinclair oder Jan Tenner. Entsprechend begeistert war er auch, als wir die Gelegenheit erhielten, Drehbücher für Hörspiele zu schreiben.
In Sachen Handwerk ist das eine ungemein beeindruckende und förderliche Erfahrung. Es liegt auf der Hand, dass man seine Dialogfertigkeiten damit schärfen kann; Vorsicht ist bei der Übertragung auf Lesbares dennoch geboten, denn im Hörspiel nennen die Figuren einander etwas häufiger beim Namen, was dem geneigten Publikum als Orientierungshilfe dient und zugleich etwas von Seifenopernkonvention hat.
Hörspiel diszipliniert jedoch in anderer Hinsicht: Dinge, die in Romanen unter Umständen ausgezeichnet funktionieren würden, weil man ausreichend Raum für Erzähltext hat, wirken in Hörspielen aufgrund der nötigen Reduktion leicht etwas albern (wie etwa ausschweifendste Figurenbeschreibungen oder Landschaftsbeschreibungen). Selbiges gilt für Szenen, in denen eine Figur allein durch die Gegend streift; wenn man nicht aufpasst, wird so vor allem bei unbedarften Hörern der Eindruck erweckt, die betreffende Figur hätte nicht alle Nadeln an der Tanne, weil sie ständig mit sich selbst redet.
Ungefähr so:

Ganz schön dunkel hier in diesem Keller. Ich seh ja nicht mal die Hand vor Augen. Halt! Was war das für ein Geräusch? Ich geh mal besser schnell weiter. Und was stinkt hier eigentlich so unangenehm? Bin ich wo reingetreten? Das hätte mir gerade noch gefehlt. Was habe ich überhaupt solche Angst? Ich darf nicht vergessen: Ich bin ein tapferer Privatdetektiv, der sich unerschrocken allerlei okkulten Phänomenen stellt. Ich muss nachsehen, ob ich was am Schuh kleben habe. Aha! Werwolfslosung!

Und so weiter.

Das größte Kreativpotenzial steckt jedoch zweifelsohne in der Ausarbeitung einer schönen Erzählsituation. Nur die wenigsten Hörspiele kommen gänzlich ohne Erzähler aus, der das Geschehen kommentierend vermittelt. Als gründlich denkender Plot-Neurotiker stellt sich da sofort die Frage: Wer erzählt da? Und warum?

Wer mal schauen bzw. hören möchte, wie wir mit diesen Dingen umgegangen sind, folge bitte diesen Links:
weirdoz* - für die wir gerade ein paar spannende Sachen gemacht haben
Hörprobe aus Sacred: Der Schattenkrieger
Die Genies, die dann unsere Texte umgesetzt haben

Moops-P.S. Warum heißt die Serie eigentlich "Die drei ???"? Sind das dann nicht eher neun Fragezeichen? Von wegen "Die drei drei Fragezeichen", aber auch darüber haben sich andere bestimmt schon reichlich ausgelassen...

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Interview mit Thomas bei Fantasybuch.net

Moops-Update:

In Erwartung des bald erscheinenden Auftakts seiner Fantasy-Reihe Die Zerrissenen Reiche hat Thomas dem Portal Fantasybuch.net/Fantasybuch24.de ein Interview gegeben.

Den sehr knuffigen Einleitungstext findet man über die Portalseite.

Direkt zum Interview geht es hier entlang.

Moops Over and Out

Dienstag, 7. Oktober 2008

Wider die Befindlichkeitsprosa

Vorvergangenes Wochenende wurde ich aus meinem Anwesen verschleppt und ins Hessische entführt – eine traumatische Erfahrung mit glücklicher Wendung. In Oberursel durfte ich einer jungen, ausgesprochen talentierten Frau begegnen, die mir meinen Glauben an das literarische Schaffen in Deutschland zurückgegeben hat.
Lisa-Marie Dickreiter (sämtliche schalen Scherze über ihren Namen sind gemacht und werden binnen Jahresfrist als Sammelband veröffentlicht) zeichnet sich durch eine faszinierende Eigenschaft aus, die einigen ihrer Altersgenossen abhanden gekommen zu sein scheint: Mut zum Plot. Anstatt sich seitenweise darüber auszulassen, wie man (im Sinne eines austauschbaren Hip-Protagonisten ohne ersichtliche Alleinstellungsmerkmale) sich gerade so fühlt, exerziert sie in ihrem noch in der Entstehung begriffenen Erstling, Vom Atmen unter Wasser, durch, was mit einer Familie passiert, deren jüngstes Mitglied einem Gewaltverbrechen zum Opfer fällt. Hurra, eine Idee, aus der sich eine Handlung entspinnen lässt!
Und um gleich noch zu zeigen, wie es nicht geht, ein wenig Dingdichtung:

Ich bin eine Maus. Keine von der felligen Sorte, die sich Walt Disney zum Vorbild für eine seiner frühen Figuren nahm und damit eine gesamte Spezies einer kühlen Kommerzialisierung aussetzte. Ich bin aus Plastik. Keine Mäusemutter hat mich mitsamt meiner Wurfgeschwister aus ihrer winzigen Vagina gepresst. Ich bin ein Industrieprodukt. Maschinen haben mich gemacht.
Meine Form täuscht Körpernähe vor. Leg deine Hand auf mich. Spürst du es? Spürst du, wie ich mich an die Falten schmiege, von denen manche behaupten, man könne dein Leben, deine Zukunft, dein Schicksal darin lesen? Ich bin eine wortlose Lüge.
Und gierig. Ich lecke den Schmutz von deiner Haut und sammle ihn in den Ritzen und Spalten, die mir ein ergonomieversessener Designer gelassen hat. Ich weiß, wo du gewesen bist. Ich weiß, dass du dir nach dem Pinkeln nicht die Hände wäschst. Ich weiß, was du dir ansiehst, wenn du denkst, du wärst unbeobachtet und könntest jede Seite öffnen, die für deinen Webbrowser optimiert ist. Die mit den Frauen und den Pferden. Die mit den Rezensionen aus der Feder eines Neocons. Die mit den Namen deiner alten Klassenkameraden.
Dreh mich um. Schau mir in mein rotes Auge, bis ich meinen Namen in deine Netzhaut gebrannt habe.

Und so weiter und so fort.
Es lebe die Handlung!

Moops-P.S. Vor Walter Moers sei an dieser Stelle explizit der Hut gezogen!

Freitag, 3. Oktober 2008

Retrospektive: Teil 5 - Es ist Krieg!

Das obige Zitat dürfte niemanden erschrecken, bezieht sich aber ausnahmsweise nicht auf Meldungen aus dem Laufband bei n-tv, sondern auf die jüngsten Ereignisse in den Zerrissenen Reichen.
Genauer gesagt sind uns gestern die Fahnen für den zweiten Band der Reihe ins Haus geflattert (und nein, ich rede nicht von festivalistischen Winkelementen; die Fahnen, die ich meine, sind aus bedrucktem Papier und auf ihnen befindet sich die erste gesetzte Fassung von Die Ordenskrieger von Goldberg). Es hat etwas Bizarr-Beglückendes, das zweite Kind in den schwitzigen Händen zu halten, bevor man das erste mit einem Klaps auf den Allerwertesten hinaus in die harte Realität des Buchhandels entlassen hat. Erscheinen wird der zweite Band der Zerrissenen Reiche voraussichtlich im Frühjahr 2009.
„Stolz wie Oskar“ ist zwar eine Formulierung, die derzeit a) politisch vorbelastet ist und b) das falsche Wie-Wort enthält, aber ich kann sie mir trotzdem nicht verkneifen.
Wieso, weshalb, warum?
Weil wir uns glücklich schätzen dürfen, in Piper einen Verlag gefunden zu haben, der bereit ist, ein alles andere als selbstverständliches Risiko einzugehen. Weil in Die Ordenskrieger von Goldberg ordentlich die Lutzi abgeht und wir trotzdem Geschichtsfälschung à la Orwell und Reformation wie Aufklärung thematisieren konnten – in einer Fantasywelt! Und weil es das Schicksal gerade generell ganz gut mit uns meint (unter anderem wahrscheinlich deshalb, weil wir immer die gleichen Lottozahlen tippen: 4, 8, 15, 16, 23, 42).

Moops-P.S.: Wer an dieser Stelle mit topgeheimen Infos zu unseren Amerika-Kontakten gerechnet hat, der wird sich noch etwas gedulden müssen. Wie man unter (Geheim-)Agenten sagt: "Wir könnten es Euch verraten, aber dann müßten wir Euch töten." Und für Morde fehlt uns aktuell komplett die Zeit.

Dienstag, 30. September 2008

Retrospektive: Teil 4 - Von Karten und Soldaten

Ehernes Genregesetz 16: Kein ordentlicher Fantasyroman ohne Karte!
Und da es sich bei uns um gesetzestreue Volldemokraten und Vorzeigebürger handelt, stand von Anfang an fest, dass Die Zerrissenen Reiche nicht ohne Karte lesend zu bereisen sein würden.
Allerdings standen wir bei diesem kühnen Unterfangen vor einem Problem: Ich scheitere regelmäßig bereits an Anfahrtsskizzen zur nächsten Tankstelle, und Ole mag viele Talente besitzen, aber saubere Kartographie zählt bedauerlicherweise nicht zu seinem umfangreichen Fertigkeitsschatz. Zum Glück gibt es jedoch Menschen, die bei der Genlotterie das große Los gezogen haben und in der Lage sind, Zeichnungen diverser Art anzufertigen, die auch ohne erhebliche Mühen erkennen lassen, was das Dargestellte dem geneigten Betrachter vermitteln soll. Einer dieser Menschen ist Tobias Mannewitz, der in Amsterdam und Berlin lebt und arbeitet (ja, er verdient richtiges, echtes, fälschungssicheres Geld mit seiner zarten Fingerchen Flinkheit…).
Da wir uns bekanntlich vorgenommen hatten, unsere Welt ausgehend von der zwergischen Kultur zu beschreiben, die mitten in der Industriellen Revolution steckt, fielen zwei altgediente Kartenvarianten von vornherein flach:
- Die Barbarenweltsicht (Medium: Holzkohle auf notdürftig von Fleischresten freigeschabter Tierhaut).
- Das „Hier gibt es Drachen“-Quasi/Pseudo-Mittelalter-Panorama (Medium: Fingerfarben auf Sandsteinwand).
Wir haben uns gemeinsam mit Tobi für etwas entschieden, das krass nach Kupferstich (einem entfernten Verwandten des Eierstichs) auszusehen hatte und bei dem Längen- und Breitengrade grob als solche erkennbar sein sollten. Herr Mannewitz lieferte bereits mit der ersten Vorabversion gleich noch eine charmant-zündende Idee mit: die Polprojektion. Wie es sich für das fortschrittlichste Volk eines Planeten gehört, betrachteten die Zwerge die haarumkranzte Vertiefung in ihrer voluminösen Leibesmitte konsequent als den Nabel der gesamten bekannten Welt. Und so kamen wir neben einer klassischen Karte zu einem mentalitätstransportierenden Schmankerl, das kreisrund ist und vor sympathischer Selbstüberschätzung strotzt.
Über Tobias Mannewitz gelang es uns, in Kontakt mit einem weiteren kunstverständnisgesegneten Illustrator mit dem klangvollen Namen Henrik Bolle zu treten. Die schönste Karte im Buch nutzt nämlich nun einmal nicht das Geringste, wenn das Werk selbst ohne Cover bleibt. Die wichtigste Frage, die sich uns bei der Covergestaltung stellte, lautete: Nehmen wir Rücksicht auf diejenigen Menschen dort draußen, die sich schämen, wenn sie bei der S-Bahn-Fahrt anhand der äußeren Erscheinung ihrer Lektüre umgehend als Freunde der mehr oder weniger gepflegten Fantasy geoutet werden?
Selbstverständlich nicht. Eine Verschleierung des Inhalts mittels einer zarten Bildsprache wäre:
1. Heuchelei gewesen und hätte 2. den peinlichen Moment der Enthüllung nur hinausgezögert. („Was liest du denn da eigentlich? Ist das ein historischer Roman? Das Cover finde ich total ansprechend. So geschmackvoll-reduziert.“ – „Äh, nein. Das ist so ein Fantasybuch, das mir jemand geschenkt hat. Ich würde mir so was nie selbst kaufen, aber wo ich es schon einmal habe, dachte ich mir, ich könnte mal reinlesen…“ – „Fantasy? Du perverser Freak!“).
Folglich prangt nun ein zwergischer Soldat mit sauber gestutztem Bärtchen und schmuckem Armeegewehr auf dem Cover, hübsch vor einem kühlen Bergidyll in Szene gesetzt. Aus seinem Gesicht spricht die kühne Entschlossenheit des unlängst mit nationalistischem Gedankengut Verführten, die einige für sexy, andere wiederum für einfältig halten. Kein Zweifel, dass unser Rotbart seinen heimatlichen Bund bis zur letzten Patrone verteidigen würde – selbst in einem Angriffskrieg, der bekanntlich nur die Fortsetzung von friedenssichernder Politik mit angeblich angemessenen Mitteln darstellt…

Moops-P.S.: Das Cover findet man übrigens in der Retrospektive 1.
Moops-P.P.S.: Tobi findet man hier; Henrik wiederum hier - und beide auf einmal hier.

Sonntag, 28. September 2008

Retrospektive: Teil 3 - Titel, Thesen, Exkremente oder: Die nächste Prüfung ist immer die schwerste

Ende letzten Jahres begab es sich, dass ein Umstand eintrat, mit dem selbst die hoffnungsfrohsten Optimisten in unserem Umfeld beinahe nicht mehr gerechnet hatten: Ole und ich legten unsere Abschlussprüfungen ab und dürfen uns seitdem Magister schimpfen. Schön.
Oder auch nicht. Mit dem Erwerb des Titels stellt sich nämlich keine beruhigende Völle, sondern eher eine beunruhigende Leere ein. Das ist sie nun also gewesen – die mystisch verklärte Zeit, in der man Sagen und Legenden nach freier, abenteuerlustiger und besoffener ist als jemals zuvor oder danach in seinem Leben.
Was macht man also, um der Leere Herr zu werden? Genau, man geht in die Lehre. Dies dient beileibe nicht als Notnagel, mit dem man seine jämmerliche Existenz auf hinlänglich bekanntem Terrain fixiert, um nicht von den Stürmen des heraufziehenden Berufslebens hinweggefegt zu wurden. Nein, es geht darum, andere für etwas zu begeistern, was einen selbst begeistert. Darum, für karmische Gerechtigkeit zu sorgen, indem man nach dem ganzen unreflektierten Nehmen zu einem zumindest halbdurchdachten Geben kommt. Und es ist ausgesprochen befriedigend und sinnstiftend, andere nun so zu quälen wie man selbst gequält wurde – im Dienste einer guten Sache, versteht sich. In diesem Fall ist das die Mehrung von Wissen und Erkenntnis im Bereich amerikanischer Populärkultur und deren Umgang mit der jüngeren Zeitgeschichte. Das ist auch dringend nötig.
Amerikanische Populärkultur wurde unlängst von einem unserer Bekannten durch die Blume als Tautologie im Stile eines weißen Schimmels bezeichnet, weil die Amerikaner bekanntlich keine andere Kultur hätten als die populäre. Der Humus, aus dem dieser Keimling der fundamentalen Gesellschaftsbewertung sein zartes Häuptlein zu emporzubohren hatte, war die argumentative Absicherung, es gäbe die Amerikaner nun mal erst zweihundert Jahre. Hui, gut zu wissen, dass die Amis exakt so, wie sie damals waren und wie sie heute sind, aus irgendeinem nicht näher bestimmten Ei geschlüpft sind. Die britischen Siedler, die neben den zahlreichen indigenen Völkern die Neue Welt bevölkerten, haben diese Gestrandeten des Universums wahrscheinlich schlicht zu Burgern verarbeitet und aufgefressen – selbstredend ohne Serviette auf dem Schoß.
Sei’s drum. Vorurteile ersetzen praktischerweise gründliches Nachdenken. Apropos Vorurteile: In den Geisteswissenschaften werden Kuschelnoten verteilt, so heißt es. Ich empfehle zur Überprüfung dieser These die Teilnahme an einer Magisterklausur am Institut für Amerikanistik und Anglistik, solange diese Abschlussart noch existiert und nicht vom um sich greifenden Bachelor aus ihrem angestammten Biotop verdrängt wurde. Eine solche Klausur ist lustig, denn sie funktioniert nach dem Prinzip einer Lostrommel: Man schreibe zu einem Text, den man sein Lebtag noch nicht gesehen, möglichst kluge, geistreiche Sätze. Und jetzt das wahrhaft Empörende: grammatikalisch korrekt, orthographisch lupenrein und stilistisch orgasmenfördernd sollten diese Sätze bitte auch noch sein. Der Elfenbeinturm mag von außen hübsch anzusehen sein, aber drinnen trifft man neben netten, gebildeten Menschen, mit denen zu plaudern es eine echte Lust ist, auch auf Fallgruben mit angespitzten Pflöcken, tote Gänge ins Nirgendwo und allerlei anderes, was einem die gute Laune vermiesen kann. Selbige bewahrt man, indem man sich vorwiegend in den sonnendurchfluteten Innenhöfen aufhält und die Schilder mit den Warnhinweisen in altgriechischen Provinzdialekten beachtet.
Ein weiser Mann hat uns darauf hingewiesen, dass dies die letzten Prüfungen waren, denen wir uns wahrscheinlich auf Zwang unterziehen mussten. Wenn wir jetzt noch mehr Prüfungen ablegen wollten, wäre das a) freiwillig und b) Ausdruck einer masochistischen Grundhaltung. Moment …
ich hab’s gleich …
muss mir eben nur noch rasch eine Sicherheitsnadel in den Nippel fummeln …
geschafft!
Die Bühne der Welt muss nur noch für die nächsten Abjekte unserer kranken Hirne bereitet werden, doch die Vorbereitungen werden höchstens einige Jahre in Anspruch nehmen. Solange schlüpfen wir in unsere Promovierendenkostüme und machen die heiligen Hallen der Wissenschaft ein bisschen länger unsicher… Erzittere, Universität Hamburg, erzittere!
Mein Leitstern B hat sich in reizend-weiblicher Verspieltheit noch nicht restlos von einem ähnlichen Vorhaben überzeugen lassen, was ihren ureigenen Lebensweg angeht. Sie steckt lieber das zierliche Näschen dorthin, wo der raue Wind der Marktwirtschaft weht und findet nach und nach heraus, wie nachteilig sich das freie Spiel der Kräfte auf die menschliche Psyche auswirken kann. Wir halten vom Basislager aus Funkkontakt, um ihr Mut zuzusprechen, wenn sie daran zweifelt, ob sich diese Expedition tatsächlich lohnt. Wir erwarten sie bald mit einem wahren Schatz an Managerschrumpfköpfen, einem bunten Strauß frisch gepflückter Büroneurosen und einer packenden Geschichte um Aufstieg und Fall der deutschen Großindustrie zurück. Pass auf dich auf, meine tapfere Amazone…