Dienstag, 14. Februar 2012

Valentinstag + Zombies = Herzzerreißende Liebe

Zunächst ein bisschen Werbung: Der Nerdpol-Verlag verteilt pünktlich zum Valentinstag ein bisschen Liebe in der Welt. Und zwar in Form eines Sonderangebots für alle Freunde der phantastischen Literatur (und die, die es vielleicht noch werden wollen): Heute und morgen gibt es die Ebook-Anthologie „Die Untoten“ für schlappe 99 Cent bei Amazon. Preiswerter als eine Schachtel Pralinen und leckerer noch dazu! Neben mir sind darin noch eine ganze Reihe weiterer netter Kollegen mit Geschichten zum Träumen, Gruseln und Hackfleischkneten vertreten – es lohnt sich also ...

Nun zum aktuellen Stand der Dinge in meinem kleinen Universum.

Ich war eine Weile enttäuscht, immer noch keinen Anruf von der Kanzlerin erhalten zu haben, ob ich nicht Lust hätte, nach Berlin überzusiedeln, weil da eventuell demnächst ein repräsentatives Schloss für mich frei wird. Dann ist mir aufgefallen, dass ich leider noch nicht alt genug bin, um mich als Bundespräsident zu betätigen, und bin der Kanzlerin gegenüber seitdem etwas gnädiger gesonnen. Ich kann schließlich nicht erwarten, dass man geltendes Recht für mich beugt.

Ansonsten freue ich mich auf die Leipziger Buchmesse, auf die ich diesen Herrn begleiten werde, um ihn einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Bis dahin bin ich weitestgehend am Schreibtisch festgekettet, um ein Monumentalprojekt abzuschließen, das mich derzeit so manch schlaflose Nacht kostet.

Wer sehen will, was für ein überaus entspanntes Gesicht ich noch bei -10 Grad hinkriege, schaue bitte hier nach. Ich hoffe nur, die Temperaturen sind etwas angenehmer, wenn wir Ende des Jahres im Ideenreich zusammen mit Markus Heitz die Laserpointer schwingen ...

So, jetzt muss ich zurück in die Arena von Kalvakorum und einen armen Schamanen mit ein paar cthuloiden Träumen quälen ...

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Briefe vom Nerdpol

Huch! Da schaffe ich es doch tatsächlich noch mal, minimal aktiv zu werden, obwohl nicht nur Weihnachten ansteht, sondern ich auch schon mitten in der Arbeit fürs nächste Romanprojekt stecke.

Der Anlass für meine verblüffende Emsigkeit ist meine Kurzgeschichte "In Wort und Bild", die gerade in der E-Anthologie "Die Untoten" vom Nerdpol-Verlag erschienen ist! Untenstehend ein kurzer Klappentext dazu ...

Lester Doherty, das enfant terrible der Londoner Künstlerszene hat ein Problem: Seit ihm seine Muse abhanden gekommen ist, kann er nicht mehr malen. Doch dann entdeckt er im Cornershop an der nächsten Kreuzung eine Kiste mit seltsamem Palmwein. Das Getränk führt ihn zwar aus seiner Schaffenskrise, lässt zugleich aber auch Werk und Wirklichkeit gefährlich nahe zusammenrücken ... und wenn man Stillleben mit Obstkorb und Föten auf die Leinwand bringt, muss man sich über die Rache des Weltgeists nicht wundern.

Neben meiner Geschichte finden sich in "Die Untoten" noch sechs andere Geschichte von so geschätzten Kollegen wie Bernhard Hennen, Christoph Marzi, Victoria Schlederer, Thilo Corzilius, Oliver Dierssen und Jonas Wolf.

Die E-Anthologie erscheint fürs Erste nur im Amazon-Kindlestore - mehr erfahrt ihr auf der Facebook-Seite des Nerdpol-Verlags.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Ein Geheimtipp

Liebe Leser,

ich muss gestehen, ich bin aktuell mal wieder im Stress. Aber keine Sorge, es ist positiver Stress. Nach dem wirklich sehr spaßigen Justifiers-Ausflug (Danke noch mal an Markus Heitz für das Ticket!), bin ich gerade in gänzlich anderen Welten unterwegs - und im neuen Jahr darf ich darüber wohl auch etwas mehr verraten.

Bis dahin erst mal der Verweis auf ein kleines (aber feines!) Gewinnspiel, dass die Bibliotheka Phantastika anlässlich der Feiertage veranstaltet. Passend zur frostigen Jahreszeit kann man dort Jonas Wolfs "Heldenwinter" gewinnen. Vielleicht hat ja der eine oder andere Lust, dort mal vorbeizuschauen.

Ansonsten wünsche ich nur das Beste zum Feste und melde mich spätestens im neuen Jahr wieder ...

Freitag, 2. Dezember 2011

Notruf aus dem All

Wer sich fragt, warum sich an dieser Stelle in letzter Zeit so wenig tut, findet hier die Antwort. Jawoll, ich mache jetzt dank Markus Heitz auch noch in Scifi. Es gibt wahrlich Schlimmeres, denn das Schreiben macht wirklich einen Heidenspaß!

Ansonsten nur schnell stichpunktartig ein paar Infos:

- Was ich mag: Lebkuchen, American Horror Story, Game of Thrones, Fußbäder, neue Kaffeesorten
- Was ich nicht mag: überhastete Comebackversuche (trotz Verzicht auf eine Harry-Osborn-Frisur), von schreiender Ignoranz durchzogene Urheberrechtsdebatten, Terrorzellen
- Wann ich wieder mehr blogge: sobald mir noch ein Kopf und ein weiteres Armpaar gewachsen ist (also in ein bis zwei Wochen).

Freitag, 30. September 2011

Eine spirituelle Erfahrung

Beim Verfolgen der Papstmesse im Berliner Olympiastadion kam ich in die interessante Situation, trotz zahlreich vorhandenen Besuchs der einzige Mensch in unserem Wohnzimmer zu sein, der schon einmal an einer katholischen Messe teilgenommen hatte. Kurzum: Die Reaktionen der Anwesenden waren für mich weitaus interessanter als alle Vorgänge auf der Mattscheibe. Offene Münder und fassungsloses Kopfschütteln können ungeahnte Schaulust hervorrufen.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich meine eigenen metaphysischen Überzeugungen jemals derart ... na ja, überzeugend ... finde, um dringend Missionierungsarbeit für meine Sicht der Dinge betreiben zu müssen, steht nun also fest: Unter Shock and Awe à la Heilige Mutter Kirche geht da nix und protestantische Nüchternheit kann mir getrost gestohlen bleiben! Darüber, ob ich gewillt bin, meine mögliche Tätigkeit als Heilsbringer noch mit dem nervenaufreibenden Alltag als Staatsoberhaupt zu verknüpfen, habe ich mir in Ermangelung eines eigenen Staates zugegebenermaßen noch keine Gedanken gemacht.

Worüber ich mir allerdings sehr wohl seit einigen Wochen Gedanken mache, ist ein Interview, das unser Wirtschaftsminister/Vizekanzler im Spiegel gegeben hat und in dem er Udo Jürgens als seinen Lieblingskünstler nennt. Zur Erinnerung: Der Mann ist 38! Nicht Udo Jürgens! Der andere! 38!

Mal im Ernst: Der nächste Mensch, der mich fragt, ob Fantasy nicht furchtbar unrealistisch ist, bekommt die Gegenfrage gestellt, ob ein 38-Jähriger glühender Udo-Jürgens-Verehrer nicht auch furchtbar unrealistisch ist. Nichts gegen Udo Jürgens übrigens, doch diese Aussage von Herrn R. bereitet mir ein gewisses Unbehagen.

Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die mein Weltbild ins Wanken bringen.

Mittwoch, 14. September 2011

Die präzise Analyse größerer Zusammenhänge ...

... ist im Moment in keinem Fall von mir zu erwarten. Dazu habe ich schlicht und ergreifend zu viel um die Ohren (auf und in denen zunehmend weiße Borsten wachsen – das Alter macht echt vor niemandem Halt, nicht einmal vor mir. Sauerei so was).

Was man jedoch von mir erwarten kann, sind einige Beobachtungen, die ich in letzter Zeit gemacht habe:

Auf und in meinen Ohren wachsen zunehmend weiße ... ach nee, Moment, hatten wir schon.

Gut. Dann also Folgendes: Wenn man an einem Sachbuch schreibt, wünscht man sich an den kniffligen Stellen ziemlich oft, man würde doch an einem Roman schreiben. Kann aber in prophetischer Weisheit prognostizieren, dass ich mir an den kniffligen Stellen beim nächsten Roman wünschen werde, ich würde an einem Sachbuch schreiben. Wahrscheinlich bin ich einfach nur ein ewiger Nörgler und konstant unzufriedener Mensch (eine Eigenschaft, die offenkundig mit T. Sarrazin und P. Gauweiler teile).

Apropos P. Gauweiler: Lieber ESELPARK Nessendorf, was soll ich davon halten, dass es Tage gibt, an denen mal (hell)blonde, mal blauäugige Besucher freien Eintritt bei dir haben? Obwohl: Passt hervorragend zum gerade vergangenen Jugend-Feuerwehr-Tag, an dem „alle Jugendfeuerwehrkameraden und ihre Jugendwarte“ freien Eintritt haben, wenn sie „in Uniform“ an deinen Toren um Einlass bitten (nur eine der beiden Hervorhebungen ist übrigens von mir). Irgendwie abenteuerlich ...

Was auch abenteuerlich ist, wenn man irgendwann abends einen Anruf von einer Freundin erhält, mit der man seit Urzeiten nicht mehr geplaudert hat und die einen ohne Umschweife bittet, ob man mal eben zwei vermissten Ausreißern im Teenager-Alter am Hauptbahnhof bzw. auf St. Pauli nachspüren könnte. Kann man natürlich, und man kommt sich kurzzeitig vor wie in einer Scripted-Reality-Doku. Aber man lernt dabei auch was – zum Beispiel, dass die Davidwache von innen kein geeignetes Motiv für Kieztouristen hergibt, es sei denn, man steht auf nackten Beton und harte Holzbänke, weil es so was daheim aus unerfindlichen Gründen nirgendwo gibt.

Zum Thema Blick von außen: Ein Freund, der nicht aus Deutschland kommt, hat mich neulich auf etwas Interessantes aufmerksam gemacht. „Weißt du“, sagte er in einem sehr niedlichen Akzent, „in Deutschland gibt es sehr viele Gesetze zum Schutz des Arbeitnehmers, aber niemanden, der dafür sorgt, dass sie auch eingehalten werden.“ Ähm ... jein. Es herrscht eher ein erschreckender Mangel an Information innerhalb der Arbeitnehmerschaft darüber, was man sich so gefallen lassen muss („Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ – auch ich habe diesen Satz gehört, und zwar nicht in den Fünfzigern oder in einer Heinz-Erhardt-Komödie) und wogegen man sich wehren kann. Ich schreibe da auch diesen trendy flachen Hierarchien eine gewisse Teilschuld zu – wenn sich in einer Firma alle untereinander duzen, verwischen die Grenzen zwischen Kollege, Chef, Kumpel und Freund (auch hier habe ich – leider – eine ungefähre Ahnung, wovon ich rede). Allerdings untermauert dieses ganze Phänomen herrlich eine meiner präferierten Hobbythesen: Wir sind und bleiben alle irgendwie im Kopf und emotional immer 15 und hängen auf nichts anderem als einem gewaltigen Schulhof rum, der sich notdürftig als Welt respektive Gesellschaft getarnt hat (auch erhältlich in den Geschmacksrichtungen Büro, Straßenverkehr und Weltsicherheitsrat). Eine Pausenaufsicht ist nicht zu sehen, oder es will keiner petzen gehen, um nicht als – exakt – Petze dazustehen.

So, ich muss mal eben los, meiner Urgroßmutter das Zahngold aus dem Kiefer hebeln, weil allem Anschein nach übermorgen zum wiederholten Male die (Finanz)welt untergeht und ich vorher noch in was Schickes von Apple investieren muss, um in der Postapokalypse nicht von der Hand in den Mund zu leben.

P.S. Zu den unnützesten Dingen oder genauer den unnötigsten Rettungsausrufen dieser unserer Tage zählt ohne jeden Zweifel „Rettet die Schreibschrift!“. Ganz ehrlich: Bei all den Dingen, die es irgendwie verdient hätten, gerettet zu werden, belegt die Schreibschrift nun nicht gerade einen Platz in meinen persönlichen Top Ten.
P.P.S. Dank meiner Frau Mama kenne ich inzwischen eine sehr überzeugende Hypothese, wohin die weiße Hundekacke meiner Kindertage verschwunden ist. Erstaunlicherweise kommt besagte Hypothese komplett ohne Paralleldimensionen und Verschwörungstheorien aus.

Mittwoch, 17. August 2011

Zwischenmeldungen aus dem Sommerloch V

Zwischendurch mal was wirklich Heiteres: Wer des Englischen mächtig ist und in der BRAVO früher die Dr. Sommer-Sachen mochte, könnte an dieser Kolumne viel, viel Spaß haben.

Wer leicht schamhaft errötet, ist da allerdings fehl am Platz und bleibt ganz weg oder trinkt sich vorher Mut an. So wie diese niedlichen Viecher.